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Heine-Uni: Mehr Studenten und immer mehr Frauen

Heine-Uni: Mehr Studenten und immer mehr Frauen

Zu Beginn des neuen Wintersemesters begrüßte Rektor Michael Piper 3700 Erstsemester an der Universität.

Düsseldorf. Lange Schlangen in der Heinrich-Heine-Universität: Wo sich sonst die Sitzreihen erst kurz vor Vorlesungsbeginn füllen, ist heute schon eine halbe Stunde vor Beginn der Veranstaltung kein Platz mehr zu bekommen. Ordner riegeln den Konrad-Henkel-Hörsaal ab, hunderte Studenten stehen vor der Tür und verfolgen das Geschehen im Hörsaal via Leinwand. Public Viewing in der Universität.

Heute wird aber kein Fußballspiel übertragen, heute ist Erstsemesterbegrüßung durch Rektor Michael Piper. Rund 3700 Studenten haben sich an der Uni neu eingeschrieben. Ladys first: 2300 der neuen Erstsemester sind weiblich. "Die Geisteswissenschaften verursachen den hohen Frauenanteil", sagt Rolf Willhardt, Pressesprecher der Universität. Die Philosophische Fakultät ist mit ihren rund 6000 Studierenden die größte der Universität und hat traditionell einen hohen Anteil weiblicher Studierender.

Kaum einer der 3700 neuen Studenten scheint sich die Erstmesterbegrüßung und die Informationsstände entgehen zu lassen. Aufgeregt laufen die "Erstis" durch die Flure und suchen Freunde und Bekannte. "Gehst du gleich zu Soziologie1?", "Wo ist die Mensa?", "Wann müssen wir bei der Übung sein?", die Uni summt vor lauter Fragen. Fast alle schleppen einen Berg von Infomaterial mit sich. Egal ob die Institutionen der Universität, die Evangelische Kirchengemeinde, oder das Schauspielhaus, jeder will den Neu-Düsseldorfern etwas für den Start mitgeben.

Punkt 11 Uhr beginnt der Unialltag für die neuen Studenten im Wortsinn mit einem Paukenschlag. Die japanische Trommelgruppe "Wadokyo" begrüßt die Erstsemester zum Auftakt mit einer Kostprobe ihres Könnens. Der Rektor heißt die Erstsemester herzlich willkommen und verspricht ihnen: "Bei uns sind sie richtig."

Nach der Begrüßungsveranstaltung beginnt für die 3700 Erstsemester der Ernst des studentischen Lebens. In den nächsten Wochen warten Vorlesungen, Referate aber auch so manche Erstsemester-Party.