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Handy am Steuer: Die Gefahren werden von vielen unterschätzt

Handy am Steuer: Die Gefahren werden von vielen unterschätzt

Das gilt für Autofahrer, Radler und Fußgänger. Gerade die junge Generation greift schnell zum Handy.

Düsseldorf. Dass Ablenkung am Steuer schlimme Folgen haben kann, ist durch wissenschaftliche Studien belegt — und durch viele Unfälle. Offenbar glauben aber immer mehr Leute, dass sie von dieser Regel ausgenommen sind, und telefonieren oder simsen am Steuer.

Die Polizei weist immer wieder darauf, dass Handynutzer am Steuer auf gefährlich langen Strecken „im Blindflug unterwegs sind“, wie es ein Sprecher ausdrückt. Wer bei 50 Stundenkilometern einen Sekunde auf sein Mobiltelefon schaut, legt in dieser Zeit gut 14 Meter zurück.

Rationale Argumente wirken aber nur begrenzt. Zum einen steigt die Zahl der Handyverträge in Deutschland weiter an, fast zwei Geräte kommen im Schnitt auf jeden. Gerade für die junge Generation — also die Fahranfänger — gehören die kleinen Bildschirmgeräte zum Alltag, das praktisch ständig in der Hand liegt. Das wiederum führt nicht nur zu Gefahren beim Steuern eines Pkw.

Wie die WZ berichtete, mehren sich in Düsseldorf wie anderswo auch die Fälle, wo Fußgänger in Unfälle verwickelt werden, weil sie entweder durch Kopfhörer von Verkehrsgeräuschen abgeschnitten sind oder beim Blick auf ihr Smartphone vergessen, nach links zu schauen, bevor sie die Straße oder Gleise überqueren. Erst vor kurzem schlug die Rheinbahn Alarm, weil sich Unfälle dieser Art im laufenden Jahr gehäuft haben — zum Teil mit schlimmen Folgen.

Im Gegensatz dazu ist das Handy am Ohr im Schutz des Autos weniger gut sichtbar. Ein Anstieg der Unfälle dadurch nur Vermutung — anders als bei den Kontrollen, wo die Polizei zuletzt zunehmend Autofahrer erwischt hat (siehe Artikel oben). Die Zahlen gelten allerdings auch für Radfahrer. Auch hier ist mit einer Zunahme der Telefonierer am Lenkrad zu rechnen, was ebenfalls verboten ist.