Hagendorn, der Ritter

Hagendorn, der Ritter

Am Samstag wird im Schützenhaus die Verleihung des Gumbert-Ordens gefeiert.

Jürgen Hagendorn (56) befindet sich im zweiten Frühling. Soeben kehrte er von seiner Hochzeitsreise ins Allgäu zurück, und nun wird er am Samstag um 19 Uhr zum Ritter geschlagen. Er erhält im Schützenhaus an der Heidelberger Straße den Gumbert-Orden. Das ist eine hohe Auszeichnung, mit der die Hötter Jonges sein beispielhaftes Engagement im sozialen Bereich würdigen. Die Zeremonie wird der Vorsitzende der Karnevalisten aus Eller, Norbert Zimnik, vornehmen. Die Laudatio hält Bezirksverwaltungsstellenleiter Peter Frymuth, wie Hagendorn ein Hans-Dampf in allen Gassen. Anschließend gibt es ein Grünkohlessen.

Hagendorn ist Vorstandssprecher der Werbegemeinschaft Eller, engagiert sich im Sportverein Eller 04 und ist aktiv beim Fußballverband Niederrhein tätig. Alles geschieht fast geräuschlos. Ihm geht es um 1300 Sportler in Eller und eine Werbegemeinschaft mit 130 Mitgliedern, beides stolze Zahlen in der heutigen Zeit. Er bringt konkurrierende Vereine unter einen Hut und sieht sich als „verlängerter Arm der Bezirksvertretung“.

20 Jahre war er im Vorstand von Eller 04, wo ihm die Fußballabteilung ans Herz gewachsen ist. Heute ist er Beisitzer, und sein Rat wird gern befolgt. Der Karneval ist nicht seine Stärke. Umso mehr freut ihn, dass ihn die Hötter Jonges für die Würdigung vorgeschlagen haben. Mit der Werbegemeinschaft trug er viel dazu bei, dass der Verein überlebt.

Hagedorn denkt praktisch. Kurz vor seiner Vorstellung im Eiskaffee am Gertrudisplatz orderte er noch einen großen Lastwagen nach Eller, denn er hilft mit seiner Agentur für Verwaltung und Büroeinrichtung, Räume anderer Leute sinnvoll einzurichten.

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