Härtetest für neuen Prachtrasen

Härtetest für neuen Prachtrasen

Für das Take-That-Konzert am Montag wird der Rasen für Bühne und Publikum abgedeckt.

Düsseldorf. Es war ein Auftaktsieg nach Maß für die Fortuna gegen Bochum am Montagabend — und der saftig grüne Rasen ist vielleicht ein gutes Omen für die Heimspiele des Zweitligisten in der Arena.

Doch ausgerechnet diese Augenweide wird in den kommenden Tagen nicht nur mit Füßen getreten — sondern mit tonnenschweren Lastwagen und Bühnenteilen belastet. „Der Rasen wird abgedeckt“, erläutert Arena-Eventmanager Heiko Müller die laufenden Arbeiten für den Untergrund des Take-That-Konzerts am kommenden Montag. Der an einer Lebensmittelvergiftung erkrankte Robbie Williams ist übrigens am Montag beim Konzert in Amsterdam mit dabei gewesen.

So genannte Arena Panels werden für den Bühnenbereich der britischen Popband in der Düsseldorfer Arena zu einem Schwerlastboden verschraubt. Auch für die Logistik beim Auf- und Abbau dienen diese Elemente. Einmal verbunden, verteilen sie die Last und sollen punktuelle Druckstellen verhindern. „Das ist aber nicht ganz auszuschließen“, erläutert Müller.

Der Publikumsbereich auf dem Rasen wird mit „Terraplas“-Modulen abgedeckt. Die dienen später tausenden Zuschauern als Trittfläche. Der Vorteil des Kunststoffbodens neben dem Schutz für den Untergrund laut Müller: „Er lässt UV-Licht und Luft an den Rasen.“ Dennoch dürfe die Grünfläche nur vier Tage abgedeckt bleiben.

Trotzdem sind Schäden programmiert. „Am Mittwoch nach dem Abbau schauen wir uns den Rasen genau an. Betroffene Teilstücke werden herausgefräst und kompostiert.“ Verantwortlich dafür ist die Firma Peiffer aus Willich, die bereits seit Jahren den Fertigrasen in der Arena verlegt. Dadurch, dass der Sockel fünf Zentimeter dick ist, kann er nach einer Ausbesserung sofort wieder bespielt werden.

Kosten: Für eine Komplettverlegung müssen je nach Jahreszeit und damit Import des Rasens zum Beispiel aus Portugal schon mal 100.000 Euro hingeblättert werden. Doch auch das Stückeln ist teuer, weil es personalaufwendig ist. Exakte Zahlen möchte Heiko Müller aber nicht nennen.

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