Händler wollen Blumengroßmarkt in Düsseldorf neu bauen

Wirtschaft : Händler wollen Blumengroßmarkt neu bauen

Die neue Halle soll kleiner werden, was neue Verkaufskonzepte möglich machen sollen. Mit der städtischen Immobilientochter IDR, die das Gelände der Stadt abkaufen wird, laufen Verhandlungen.

In den Verhandlungen über die Zukunft des Großmarktes zeichnet sich jetzt zumindest für die Blumenhändler eine Lösung ab. Die Betreibergenossenschaft will die Markthalle an der Ulmenstraße neu bauen, ein kleines Stück versetzt vom jetztigen Standort. Dabei hofft sie auf Fördertöpfe vom Land, NRW-Ministerin Ursula Heinen-Esser sagte jetzt bei einem Besuch eine wohlwollende Prüfung zu. Verhandlungen mit der städtischen Immobilientochter IDR über einen Erbbaurechtvertrag laufen, wie die Genossenschaft in einer Pressemitteilung bekannt gibt. Hintergrund: Die Stadt will das Gelände an die IDR verkaufen, im Zuge dessen soll ein moderner Großmarkt entstehen.

Die Pläne der Blumenhändler im Detail: Der Umzug soll möglichst im Sommer 2021 über die Bühne gehen. Geschäftsführer Peter René Hecker: „Wir setzen nicht nur auf ein innovatives Baukonzept, sondern werden das gesamte Marktgeschehen neu ordnen, erweitern und modernisieren.“ Das heißt: Neben dem klassischen Standverkauf am frühen Morgen soll es tagsüber auch einen Gemeinschaftsverkauf geben. Das heißt, mehrere Händler organisieren einen gemeinsamen Verkauf. So sollen möglichst neue Kunden, aber auch neue Händler gewonnen werden. Auch die Idee, den Verkauf nicht nur für Gewerbetreibende zu öffnen, steht im Raum. Die Dienstleistung „Order & Vermittlung“ soll gleichzeitig mit dem Online-Verkauf verstärkt angeboten, also die Ware auf Bestellung zeitnah ausgeliefert werden. Das neue Konzept braucht laut Hecker weniger Raum. Deshalb soll die neue Halle nur noch 6000 statt wie bislang 12 000 Quadratmeter Fläche haben. Eine neue technische Ausrüstung der Halle soll unter anderem dafür sorgen, dass die Pflanzen länger vor Ort bleiben können, was Transportwege ersparen würde.

Unklar ist derweil, wie es mit dem Obst- und Gemüsemarkt weiter geht. Hier steht auch immer noch ein Umzug nach Neuss im Raum. Aber es laufen auch Verhandlungen mit der IDR, bei denen nach Informationen unserer Redaktion OB Thomas Geisel als Vermittler auftrat.

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