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Händler verklagt Nobelclub

Händler verklagt Nobelclub

Gericht: Zivilprozess nach Streit um Getränkelieferung.

Düsseldorf. Ein Nobel-Club in der Innenstadt liegt mit einem Getränkehändler im Clinch. Angeblich hat die Betreibergesellschaft eine Lieferung im Wert von 6000 Euro nicht gezahlt. Gestern stritten die Parteien vor Gericht - und fuhren schwere Geschütze auf. Es soll nicht bei der einen offenen Rechnung geblieben sein, behauptet eine ehemalige Geschäftsführerin (32) des Gastronomiebetriebs. "Der Club war immer pleite, ich hatte häufig kein Geld, um die Lieferanten zu bezahlen."

Die Betreiber hatten zuvor behauptet, dass die Geschäftsführerin die Rechnung bar beglichen habe - eine entsprechende Quittung konnten sie jedoch nicht vorlegen. Diese Aussage könnte ihnen nun zum Verhängnis werden: Falschaussagen im Zivilprozess sind strafbar, Ermittlungen wegen Prozessbetrugs wären die Folge.

Nach nur drei Monaten im Amt hatte die Ex-Chefin im vergangenen Jahr das Handtuch geworfen. "Ich wurde ebenfalls nicht bezahlt und hatte keinen Zugang zu den Konten", sagte sie gestern. In ähnlichen Prozessen müsse sie demnächst erneut als Zeugin aussagen.

Der Vorsitzende der Zivilkammer machte der Anwältin des Clubbetreibers wenig Hoffnung: "Sie werden zahlen müssen." Das Urteil soll am 26. Juni verkündet werden.