Gute Tat: Es muss nicht immer neu sein

Die gute Tat : Es muss nicht immer neu sein

Wer etwas gebraucht kauft, schont dadurch Ressourcen.

Mein Smartphone, unser Kinderwagen, unser Auto. Mein Fahrrad, meine Sonnenbrille, unser Kinderbett. Was nach missglückter Angeberei wie im Werbespot klingt, ist letztlich nur eine Aufzählung von Alltagsdingen, die ich gebraucht gekauft habe. Es muss nicht immer neu sein, das ist der simple Schluss, den ich aus den bisherigen Erfahrungen mit Second-Hand-Dingen ziehen konnte. Das Ganze hat zwei Vorteile: Zum einen schonen solche Anschaffungen den Geldbeutel. Zum anderen schonen sie aber auch Ressourcen im Vergleich zum Neukauf. Der Verkauf von unliebsam gewordenen Dingen erzielt übrigens den gleichen Effekt.

Eine Studie legt für Österreich dar, dass durch den Kauf gebrauchter Waren insgesamt 200 000 Tonnen CO2-Emissionen jährlich eingespart werden. Kollegen des Stern haben ausgerechnet, dass diese Menge bei der Produktion von 250 000 neuen Waschmaschinen anfallen würde.

Gebraucht kaufen geht übrigens mittlerweile auf allen möglichen Niveaus. Für Smartphones zum Beispiel gibt es bei diversen Händlern oder auch beim Privatkauf zum Teil noch Garantie, der Zustand kann von „wie neu“ bis „deutliche Gebrauchsspuren“ ausgewählt werden, was sich natürlich auf den Preis auswirkt.

Auch beim Verkauf über diverse Internetportale habe ich bislang nur gute Erfahrungen gemacht. Zum Teil ist die Überraschung groß, welche Preise noch zu erzielen sind, wie neulich für den defekten Rahmen eines Kinderwagens, der fast auf dem Müll gelandet wäre.

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