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Düsseldorf: Grünes Licht für Grand Départ 2017

Düsseldorf : Grünes Licht für Grand Départ 2017

Neues Finanzkonzept auf Initiative der CDU dürfte am Donnerstag im Rat auf breite Zustimmung stoßen.

Düsseldorf. Im Stadtrat zeichnet sich am Donnerstag eine breite Mehrheit für das Finanzierungskonzept zum Tour-de-France-Start 2017 in Düsseldorf ab. Die CDU bringt einen Änderungsantrag zur Vorlage von OB Geisel ein, wonach die Stadt 2016 netto nur noch eine Million Euro zuschießen darf, dann stimme man zu. Geisel hat zwei Millionen Euro beantragt, akzeptiert das CDU-„Angebot“ aber offenbar: „Ich freue mich, dass der Grand Départ inzwischen sehr viele Freunde gefunden hat — und jetzt auch eine breite Mehrheit im Stadtrat findet.“ Heute tagt nochmals die Kleine Kommission zur Tour und wird dem Rat dann wohl empfehlen, der neuen Finanzierungsvorlage zuzustimmen. .

Bürgermeister Günter Karen-Jungen (Grüne), der Vorsitzende der Kleinen Kommission, will der Diskussion nicht vorgreifen, äußert sich aber wohlwollend zum CDU-Antrag: „Das klingt vernünftig und machbar.“

Die Stadtspitze wollte sich zunächst für dieses Jahr 4,1 Millionen Euro für die Organisation des Grand Départ genehmigen lassen, abzüglich Einnahmen von 2,1 Millionen Euro. Die CDU setzt sie nun mit der Streichung von einer Million Euro unter Druck, weitere Sponsoren zu gewinnen: „Wir waren nie prinzipiell gegen die Tour de France. Aber es geht uns strikt darum, die Kosten für den Steuerzahler zu reduzieren“, sagt CDU-Fraktionschef Rüdiger Gutt. Der OB bleibe auch im nächsten Jahr gefordert, Ausgaben für die Tour zu senken und Einnahmen durch private Sponsoren zu erhöhen, so Gutt. Zugleich erkennt die CDU jedoch eine positive Entwicklung beim Finanzierungskonzept an.

Geisel nimmt die Herausforderung an. In der Tat weist seine Ratsvorlage bereits erhöhte Sponsoring-Einnahmen auf. Fix zugesagt sind bislang 2,4 Millionen Euro, davon 1,5 Millionen von Messe und Flughafen, bei Privatunternehmen ist u.a. Henkel mit 150 000 Euro dabei. Hinzu kommen Zusagen im Wert von zwei Millionen Euro, wovon allein für die Hälfte Starfotograf Andreas Gursky steht. Er stellt nicht nur wie berichtet Abdrucke seiner „Tour de France“ sondern auch eines weiteren Werks (samt Widmung) zwecks Verkauf zur Verfügung. Der Posten „Erfolgsversprechende Verhandlungen“ hat ein Volumen von 2,4 Millionen Euro, ist aber natürlich sehr vage.

Aktuell kalkuliert die Stadt alles in allem mit einem Finanzierungsdelta von 4,9 Millionen Euro für den Grand Départ. Allerdings sind die Tour-Macher im Rathaus überzeugt, dass das Minus am Ende deutlich geringer ausfällt.