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Grüne kritisieren SWD für hohe Mieten

Wohnen : Grüne kritisieren SWD für hohe Mieten

Mieten zwischen 14 und 16 Euro kalt rief die städtische Wohnungsgesellschaft auf.

Wer einen Blick auf das Unternehmensleitbild der Städtischen Wohnungsgesellschaft (SWD) wirft, stößt auf Ziele wie „200 neue, bezahlbare Wohneinheiten“ pro Jahr, den „Erhalt günstigen Wohnraums“ sowie die „Wiederbelegung intakter Nachbarschaften“. Die Grünen wundern sich nun, wie Kaltmieten von 14 bis 16 Euro damit zu vereinbaren sind, die die SWD jetzt in Wohnungsangeboten aufrief.

„Die SWD soll bezahlbare Wohnungen für breite Schichten schaffen. Diese hohen Mieten sind völlig fehl am Platz und müssen schnell korrigiert werden“, fordert Harald Schwenk, wohnungspolitischer Sprecher der Grünen. Konkret geht es um ein Neubau-Projekt an der Erna-Eckstein-Straße 7 in Bilk (Witzelstraße), wo 91 Quadratmeter für knapp 1300 Euro angeboten werden, 102 Quadratmeter mit Dachterrasse für rund 1625 Euro. Schwenk nimmt Bezug auf die politisch beschlossene Neuaufstellung der SWD als stärkerer Akteur auf dem Wohnungsmarkt: „Das Ziel war, bezahlbare Wohnungen zu erhalten und neue zu schaffen. Die SWD und OB Geisel als Vorsitzender des Aufsichtsrates müssen das erklären“.

SWD-Sprecher Roman von der Wiesche sagte unserer Redaktion, dass es sich um Wohnungen aus der Kooperation mit der Uni-Klinik handele. „Sie sind vermietet und hätten nicht auf der Website der SWD erscheinen dürfen.“ Die Anzeigen wurden am Mittwoch entfernt. Zudem habe es sich um freifinanzierte Wohnungen gehandelt. „Bei dem Objekt sind von 160 Wohnungen 50 Prozent öffentlich gefördert und 19 Prozent preisgedämpft. Nur 31 Prozent sind frei finanziert.“ Diese Mischformen seien angesichts steigender Baukosten ein wichtiges Mittel, um einen möglichst hohen Anteil an gefördertem Wohnraum bei Neubauten zu realisieren.

Den Grünen reicht es nicht. „Wir wollen, dass die SWD nur geförderte und preisgedämpfte Wohnungen entwickelt. Unsere Herausforderungen liegen im Preissegment bis zehn Euro, nicht darüber“, sagt Schwenk.