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Große Gefühle auf der Bühne

Große Gefühle auf der Bühne

Ralf Bauer und Dominique Siassia spielen im Theater an der Kö in „Das Lächeln der Frauen“.

Ein Stück mit nur zwei Darstellern, das hat meist etwas Intimes. Für die Zuschauer, aber auch für die Darsteller ist das etwas Besonderes. „Wir haben dann wirklich nur uns, zwei Stunden lang“, sagt Dominique Siassia, die genau das in dem aktuellen Stück des Theaters an der Kö erlebt. Gemeinsam mit Ralf Bauer spielt sie in „Das Lächeln der Frauen“. Gestern Abend war die erste Vorstellung, bis zum 18. Februar gastieren die beiden Darsteller im Theater in den Schadow-Arkaden,

Es ist ein Stück über die Liebe. Dominique Siassia mimt die junge Aurélie, die ein Restaurant in Paris besitzt und in einem Buchladen den Roman „Das Lächeln der Frauen“ entdeckt. Aurélie ist verblüfft, denn das im Buch beschriebene Lokal ähnelt ihrem eigenen sehr, so wie auch sie selbst der Hauptdarstellerin. Sie möchte den Schriftsteller kennenlernen und ahnt nicht, dass der Roman aus der Feder des Lektoren André (Ralf Bauer) stammt, der das Werk seines Verlages ohne das Wissen seines Chefs selbst verfasst hat. Es beginnt ein spannendes Versteckspiel, und natürlich verliebt sich André in Aurélie.

Die beiden Darsteller haben das Stück schon an die 100 Mal aufgeführt, schätzt Ralf Bauer. „Dennoch ist jeder Abend anders, man muss sich immer wieder neu darauf einlassen.“ Mit einer so emotionalen Schauspielerin wie Dominique Siassia an seiner Seite sei das nicht schwer, sagt der 51-Jährige. Und auch Dominique Siassia hat nur lobende Worte für ihren Bühnenpartner, der zudem auch Regisseur ist, übrig. Bauer sei ein „starker Anker“ für sie, so die 38-Jährige.

Gemeinsam möchten die beiden nun die Bühne des Theaters an der Kö „erfühlen“, wie es Bauer formuliert. Inszeniert worden sei das Stück ursprünglich für ein kleines Theater in Karlsruhe, dort spielten die Darsteller nicht nur auf, sondern auch vor der Bühne im Zuschauerraum. „Der Raum hier ist natürlich ganz anders, ebenso die Beleuchtung“, sagt Bauer. Der Regisseur und Hauptdarsteller freut sich auf die Herausforderung der neuen Bühne und auch auf die Zeit in Düsseldorf. „Ich weiß auch schon, wo ich einen Espresso bekomme.“