Greenpeace besetzt Staatskanzlei in Düsseldorf

Hambacher Forst : Greenpeace-Aktivisten besetzen Staatskanzlei in Düsseldorf

Rund 40 Aktivisten drangen am Donnerstagmorgen in die Behörde des Ministerpräsidenten am Horionplatz ein. Am Eingang hing ein Plakat mit einer Botschaft an Armin Laschet.

Rund 40 Aktivisten der Umweltschutzorganisation Greenpeace haben am Donnerstagmorgen die Staatskanzlei am Horionplatz besetzt. Laut Polizei drangen sie gegen 8.45 Uhr in die Behörde des NRW-Ministerpräsidenten Armin Laschet ein.

An ihn richtet sich auch eine Botschaft, die nun auf einem Plakat über dem Eingang zu sehen ist: „Herr Laschet: Reden statt Roden.“

Die Aktion ist gegen die Baumfällungen des Energiekonzerns RWE im Hambacher Forst für die Braunkohleförderung gerichtet. In einer Pressemitteilung fordert Greenpeace Laschet zu einem „sofortigen Streitgespräch“ darüber auf, wie „der sich hochschaukelnde Streit deeskaliert werden kann“. Die Aktivisten haben Zelte im Foyer aufgeschlagen und wollten dort laut Pressemitteilung auf einen Termin mit Laschet warten. Gegen 10 Uhr dann erklärten sich die Aktivisten bereit, die Staatskanzlei zu verlassen, falls sie bei einer spontan einberufenen Pressekonferenz eine Erklärung abgeben dürfen.

Die eingeforderte Pressekonferenz fand kurz darauf statt. Die Greenpeace-Aktivisten übergaben Nathanael Liminski, dem Chef der Staatskanzleir NRW, ihre Petition. Sie fordern Ministerpräsident Laschet dazu auf ein Moratorium zu erlassen, um die Rodung des Hambacher Forstes zu stoppen. Außerdem fordern die Aktivisten ein Streitgespräch mit dem Ministerpräsidenten.

Gegen 10:30 Uhr war die Aktion beendet.

(red)
Mehr von Westdeutsche Zeitung