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Sturmböe: Glasscheibe fällt aus sechstem Stock

Sturmböe : Glasscheibe fällt aus sechstem Stock

Spezialisten untersuchen nun sämtliche Fenster des Ergo-Gebäudes. Bis dahin bleibt der Bürgersteig abgesperrt.

Düsseldorf. Durch eine Sturmböe ist am Dienstagnachmittag eine Fensterscheibe aus dem sechsten Stock des Erweiterungsbaus der Ergo-Versicherung an der Fischerstraße gefallen. Das Glas ist nach Angaben der Feuerwehr am Stück aus der äußeren Front der Doppelfassade gedrückt worden und dann auf dem Bürgersteig in viele kleine Teile zersprungen. Glücklicherweise hielten sich zu diesem Zeitpunkt keine Menschen an dieser Stelle auf, es wurde niemand verletzt.

Sturmböe: Glasscheibe fällt aus sechstem Stock

Warum das vier Quadratmeter große Fenster dem Wind nicht standhielt, ist laut Ergo unklar. Die Versicherung untersucht nun mit Hilfe von Experten den Schaden und und prüft auch sämtliche weitere Scheiben der Fassade, die wie eine Verkleidung vor den eigentlichen Fenstern des Gebäudes sitzt.

Die Hauptuntersuchungen leitet jedoch das Bauaufsichtsamt, das bei Vorfällen wie diesen als unabhängige Behörde eingeschaltet wird. Schlimmstenfalls könnte der Statiker zu der Erkenntnis gelangen, dass alle Scheiben der äußeren Fassade entfernt werden müssen.

Bis die Untersuchungen abgeschlossen sind, bleibt der Bürgersteig vor dem Bau gesperrt. Frühestens am Mittwochmorgen könnte er laut Ergo wieder freigegeben werden.

Das Erweiterungs-Gebäude der Ergo ist vier Jahre alt. Bislang gab es dort laut Feuerwehr keine Zwischenfälle dieser Art. Solche verzeichnete sie in der Vergangenheit allerdings an zwei markanten Hochhäusern in der Stadt, bei denen ebenfalls nur aus Glück niemand verletzt wurde.

So gab es etwa am Gap 15 am Grad-Adolf-Platz mehrere Zwischenfälle. 2005 war ein Fenster 100 Meter weit geflogen und gegen eine Hauswand auf der anderen Seite des Platzes gekracht. 2011 stürzte ein Fenster aus dem 16. Geschoss auf das Vordach des Gebäudes. Daraufhin musste das Hochhaus für eine sorgfältige Überprüfung der 3200 Fenster monatelang mit grünen Netzen gesichert werden.

Auch am Stadttor kam es bereits zu bedrohlichen Situationen. Zweimal splitterte ein Fenster, ohne allerdings abzustürzen. Vor gut zwei Jahren passierte das dann doch, ein Splitterregen ging auf dem Gehweg nieder. Eine Ursache für den Schaden wurde nicht gefunden. Ebenso wie am Gap 15: Sowohl Glas als auch Rahmen könnten laut Prüfungsergebnis mangelhaft gewesen sein.