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Gerresheim: Apostelplatz ist fertig, FDP übt Kritik

Spielplatz : Umgestalteter Apostelplatz in Gerresheim eröffnet

Der Stadtplatz soll einen Ort der Begegung für alle Altersklassen bieten. Die FDP übt Kritik.

Am Freitag wurde der umgestaltete Apostelplatz in Gerresheim eröffnet. Nach dem Abriss der Apostelkirche und der Errichtung des neuen Diakoniezentrums „Ferdinand-Heye-Haus“ im Jahr 2014 hatten sich die städtebaulichen Rahmenbedingungen des Platzes wesentlich verändert.

Im Sommer 2016 wurde der Umbau der Benderstraße abgeschlossen. Als letzter Schritt wurde nun der Zustand des Platzes aus dem Jahr 2005 der neu gestalteten Umgebung angepasst. Nach Fertigstellung der Bauarbeiten befindet sich an der Benderstraße nun „ein moderner, attraktiver und vielfältiger Stadtplatz“, teilt die Stadt mit.

Die Platzfläche sei offen und multifunktional angelegt. Neben altersgerechten Sitzgelegenheiten mit Armlehnen gibt es Spiel­- und Bewegungsgeräte. Zudem sind Flächen für einen Wochenmarkt sowie weitere Veranstaltungen berücksichtigt worden. Der Platz wurde neu gepflastert. Es gibt neue Mülleimer. Auf einem zur Benderstraße ausgerichteter Teil der Platzfläche kann unter anderem Boule gespielt werden. In zwei neuen Sandspielflächen gibt es Schaukeln, eine davon mit Kleinkindersitz, sowie ein großes Kletterspielgerät mit LED-Beleuchtung, was in Düsseldorf bislang einzigartig sei.

Der alte Baumbestand wurde erhalten und soll den Platz auch künftig prägen, heißt es in der Pressemitteilung der Stadt. Zusätzlich sind ein Amberbaum, Hainbuchenhecken und Blühstauden gepflanzt worden. Sie werden den Platz im Frühjahr durch ihre Blühakzente und im Herbst durch ihre Färbung schmücken.

FDP Ortsverband sieht Gefahr für die kleinsten Kinder

Ganz so positiv sehen nicht alle die Umgestaltung. Die FDP übt Kritik. Der Platz sei zu offen und deshalb gefährlich. Weil der neue Spielplatz nicht mehr komplett eingezäunt sei und direkt an der viel befahrenen Benderstraße liege. So würde die Gefahr bestehen, dass kleinere Kinder ungeschützt auf die Straße laufen, sagt Markus Bönte vom Ortsverband der FDP. Außerdem kritisiert er, dass die Kletteranlage für Grundschulkinder ausgelegt sei. Für die ganz kleinen Kinder gäbe es auf dem Spielplatz aber gar kein Angebot und so müssen diese unter der Kletteranlage im Sand spielen. Dort bestehe wiederum eine große Verletzungsgefahr. Eltern hätten sich vermehrt beschwert. Die FDP möchte einen Antrag an die Stadtverwaltung stellen.

Die Finanzierung der Kosten in Höhe von 499 000 Euro erfolgte durch die Bezirksvertretung 7 und die Spender Thorsten Nolting für die Ferdinand-Heye-Stiftung, Rolf Müller von „Brillen Müller GmbH“, Nina Wippermann von „Hörsysteme Nina Wippermann“ sowie Judith Schipper von „Frau & Fräulein Schuhe“. Red

(Red)