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Gericht stoppt Privatisierung des Düsseldorfer Großmarktes

Urteil : Gericht stoppt Privatisierung des Düsseldorfer Großmarktes

Die Stadt will Regie ganz an die Händler-Gilde übergeben – muss aber laut Urteil Einfluss behalten. Und: Einzelne Händler trauen der Stadt und der IDR nicht recht.

Das Verwaltungsgericht hat der Klage von zwei Großmarkthändlern stattgegeben und die vom Stadtrat  beschlossene Umstrukturierung des Großmarktes an der Ulmenstraße zum neuen Jahr gestoppt. Der Großmarkt sei eine Einrichtung der Daseinsvorsorge mit hoher traditioneller Prägung, deshalb könne die Stadt den Betrieb „nicht gänzlich auf private Dritte übertragen“, teilt das Gericht mit.Vielmehr müsse die Stadt weiterhin „Einwirkungsmöglichkeiten“ behalten.

Die Stadt wolle nun zunächst die Urteilsbegründung abwarten, sagte die zuständige Dezernentin Helga Stulgies, „dann werden wir zügig die nächsten Schritte angehen“.

Tatsächlich war die Übergabe der Regie des Großmarktes an die Händler  auch der Wunsch der Gilde. Wie berichtet, hat die Stadt das Großmarktgelände an ihre Tochter IDR gegeben, die neue Hallen bauen und an die Händler vermieten soll. Doch einzelne Händler fühlten sich von Anfang an unfair behandelt – und misstrauen der Stadt und der IDR. Zwei haben nun erfolgreich geklagt.

(A.S.)