Düsseldorf-Wersten: Gerangel um Zuschüsse im Parlament

Düsseldorf-Wersten: Gerangel um Zuschüsse im Parlament

Auch in der Kinderstadt „Düsseldörfchen“ geht nichts ohne Düsseleuro.

Düsseldorf. Ein bisschen geht es in der Kinderrepublik von Akki zu wie im richtigen Leben: Wie jeden Tag trifft sich am Donnerstagvormittag das Parlament, um mit den Betreuern Sebastian Tillmann und Meike Brauer über verschiedene Anträge zu beraten. Unter anderem steht der Wunsch des Autowerks auf der Tagesordnung, vom Staat pro Tag eine Reparaturpauschale von 20 Düsseleuro zu bekommen, um das Gleisnetz aus Holzplanken, das sich seit eineinhalb Wochen über das Gelände zieht, instand zu halten. Dass das Autowerk dafür Geld bekommen muss, ist allen Parlamentsmitgliedern klar, allerdings ist dem Kanzler Bennett die Summe zu hoch und so müssen sich Autowerk und Regierung noch einmal zusammensetzen, um über das Geld zu verhandeln.

Schneller geht es beim Zuschuss vom Staat an die Radiostation für drei öffentliche Radioboxen: Nach kurzer Feilscherei wird er von 50 auf 45 Düsseleuro gesenkt. Keine Chance hat dagegen der Wunsch der Kunstakademie, mit öffentlicher Unterstützung einen Skulpturenpark aufzubauen.

Seit Anfang letzter Woche gestalten 350 Kinder im Südpark ihre eigene Republik, mit einem Kanzler an der Spitze, einem Finanzminister, der über die Währung, den Düsseleuro, wacht, und einem für Fußnall und talentwettbewerbe zuständigen Spaßminister. Seit genau einer Woche hat die Kinderrepublik nun auch ein eigenes Grundgesetz. Das steht unter dem Mott „Fair — Frei —Spaß“ und regelt, das Mitteinander der Kinder, dren Rechte und Pflichten. Seit gestern gilt auch die Pressefreiheit. Heikel wird es allerdings beim Filmen. Nach Parlamentsbeschluss muss nun jedes Kind vom Filmstudio gefragt werden, ob es gefilmt werden möchte. Filmen per Handy ist generell verboten.

Das Düsseldörfchen geht noch bis Ende nächster Woche. Jeden Freitag Nachmittag gibt es ein Stadtfest.

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