Geplanter IS-Anschlag in Düsseldorf: Verfahren abgetrennt

Geplanter IS-Anschlag in Düsseldorf: Verfahren abgetrennt

Düsseldorf. Im Prozess um einen geplanten Anschlag der Terrorgruppe Islamischer Staat in Düsseldorf ist das Verfahren gegen einen der drei Angeklagten abgetrennt worden. Der Prozess gegen den 26-jährigen Jordanier soll bereits am 13. Dezember mit einem Urteil beendet werden.

Er kann auf einen Freispruch hoffen. Nachdem ihn der Hauptangeklagte entlastet hatte, war er bereits im Sommer nach einem Jahr aus der Untersuchungshaft freigekommen.

Der Hauptangeklagte Saleh A. hatte sich in Paris freiwillig der Polizei gestellt und sich selbst bezichtigt: Er habe von der IS-Führung in Rakka den Auftrag angenommen, in der Düsseldorfer Altstadt einen verheerenden Terroranschlag zu begehen.

Zwei Selbstmordattentäter sollten sich dabei inmitten von Altstadtbesuchern in die Luft sprengen und weitere Terroristen an den Ausgängen der Altstadt mit Kalaschnikows möglichst viele flüchtende Menschen erschießen. Insgesamt habe ein zehnköpfiges Terrorkommando Tod, Angst und Schrecken verbreiten sollen.

Tatsächlich habe er den Auftrag aber nur angenommen, um Syrien verlassen zu können, hatte Saleh A. ausgesagt. Er soll im März 2015 nach Deutschland gekommen und in Kaarst bei Düsseldorf mehrere Monate in einem Flüchtlingsheim untergebracht gewesen sein. dpa

Mehr von Westdeutsche Zeitung