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Geldstrafe für Kunstexperten

Geldstrafe für Kunstexperten

Er hatte einen Diamentenhändler verleumdet. 3000 Euro Strafe.

Düsseldorf. Sie kennen sich schon seit Jahren, der Diamantenhändler Heinrich B. (71/alle Namen geändert) und der Kunstexperte Jörg S. (43). Doch über gemeinsame Geschäfte kam es zum Streit. Der eskalierte schließlich in einer Bankfiliale an der Kö.

Vor allen Kunden und der Schalter-Mitarbeiterin behauptete Jörg S. über Heinrich B.: „Du hast doch jahrelang im Gefängnis gesessen.“ Was nicht stimmte. Deshalb stand der Kunsthändler gestern wegen Verleumdung vor Gericht. „Ich habe ihn nur angesprochen, weil ich das über ihn gehört habe“, sagte der Angeklagte. Er habe so laut sprechen müssen, weil B. so schlecht höre.

Doch der erzählt eine andere Version. Seit Jahren schulde ihm der Angeklagte 30 000 Euro. Damals hätte er einem Vergleich vor Gericht zugestimmt, aber bis heute sei kein Geld geflossen. Deshalb habe er dafür gesorgt, dass Jörg S. einen Eintrag bei der Schufa erhält. „Das ist tödlich für einen Händler“, so der Diamanten-Experte. Umgekehrt habe ihn Jörg S. ständig belästigt. So auch bei einem zufälligen Treffen in der Bank. „Er hat mich am Ohrläppchen gezogen und in die Wange gezwickt. Dabei immer behauptet, dass ich im Gefängnis war.“ Der Kunsthändler habe ihn bis nach draußen verfolgt.

Die Richterin glaubte dem Diamantenhändler und verurteilte den Angeklagten zu 3000 Euro Geldstrafe. BK