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Geldautomat in Düsseldorf gesprengt - Zeuge gibt Täterbeschreibung

Trümmerfeld hinterlassen : Geldautomat in Düsseldorf gesprengt - Zeuge gibt Täterbeschreibung

Durch die Sprengung eines Geldautomaten an einem Autohof in Düsseldorf entstand alleine am Gebäude ein Sachschaden von etwa 80.000 Euro. Die Polizei fahndet nach den Tätern.

Zwei Männer haben in der Nacht zum 1. Weihnachtsfeiertag einen Geldautomaten an der Oerschbachstraße gesprengt. Ein Zeuge, der die Tat beobachtete, konnte mittlerweile eine Personenbeschreibung der mutmaßlichen Täter abgeben. Die Polizei schätzt den Gesamtschaden nach Angaben vom Donnerstagmorgen auf etwa 80.000 Euro.

Bevor die Täter mit einem schwarzen Kombi mit polnischem Kennzeichen, wahrscheinlich ein Audi Avant oder ein VW Kombi, davongefahren seien, hätten sie den Zeugen mit einer Waffe bedroht, sagte ein Sprecher der Düsseldorfer Polizei am Mittwoch. Verletzte habe es nicht gegeben.

Den Angaben zufolge sprengten die Täter den Geldautomaten gegen 2.30 Uhr und verstauten die Geldkassetten in ihren Wagen. „Das war ein ziemliches Trümmerfeld“, sagte der Sprecher zur Wirkung der Explosion. Die Glastüren sowie die Decke im Eingangsbereich des Autohofes wurden komplett zerstört. Zur Höhe der Beute kann die Polizei noch keine Angaben machen.

Der Zeuge hatten den lauten Knall gehört und sei nach unten gegangen, dort habe er die maskierte Männer gesehen. Er beschreibt die Beiden als etwa 1,80 Meter groß und sportlich schlank. Beide hätten während der Tat dunkle Kleidung sowie Handschuhe und Sturmhauben getragen. Hinweise nimmt die Polizei unter der Rufnummer 0211-8700 entgegen.

Die Zahl der Geldautomaten-Sprengungen in NRW könnte in diesem Jahr leicht unter dem Niveau des Vorjahres bleiben. Das Landeskriminalamt hatte bis Montag (23. Dezember) 102 Sprengattacken registriert, wie die Behörde auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. In gut der Hälfte der Fälle blieb es beim Versuch. Die Zahl der Attacken war von 92 im Jahr 2017 auf 108 im Jahr 2018 gestiegen - ein Zuwachs um 17 Prozent.

(red/dpa)