Geisel zeichnet Vereine für Frauen in Not aus

Geisel zeichnet Vereine für Frauen in Not aus

Die drei Organisationen beraten und helfen Frauen in Notlagen — etwa bei Gewalt durch den Partner.

Die „Frauenberatungsstelle Düsseldorf e. V.“ begeht in diesem Jahr ihr 35-jähriges Bestehen, das Düsseldorfer Frauenhaus von „Frauen helfen Frauen e. V.“ gibt es seit 40 Jahren, und das „Internationale Frauenhaus - Awo Düsseldorf“ existiert bereits seit 28 Jahren. Alle drei Einrichtungen bilden in der Landeshauptstadt Säulen der Frauenunterstützung bei Gewalt.

Für ihr großes Engagement würdigte Oberbürgermeister Thomas Geisel die einzelnen Akteurinnen jetzt im Jan-Wellem-Saal des Rathauses.

„Die Einrichtungen leisten tagtäglich eine außerordentlich wertvolle Arbeit für Frauen und Mädchen in Düsseldorf. Für die Betroffenen sind sie verlässliche Anlaufstelle, Lichtblick, und sie ebnen den Weg in eine gewaltfreie Zukunft“, sagte Oberbürgermeister Thomas Geisel. Und er führte weiter aus: „Dass die Einrichtungen seit so vielen Jahrzehnten bestehen, zeigt aber auch, dass sie immer noch in Düsseldorf gebraucht werden. Bei allen gesellschaftlichen Fortschritten bleiben Gleichberechtigung und Gewaltfreiheit Ziele, für die wir weiterhin zusammenarbeiten und uns einsetzen wollen, ganz praktisch in den Frauenhäusern und Beratungsstellen, aber auch politisch.“

Die „Frauenberatungsstelle Düsseldorf e. V.“ verfolgt seit der Gründung das Ziel, die spezifischen Lebensbedingungen von Frauen auf individueller und gesellschaftlicher Ebene zu verbessern. Dabei bietet die Einrichtung frauenspezifischen Beratungs- und Unterstützungsangeboten im Themenkontext „Gewalt gegen Frauen“ an.

Der Trägerverein „Frauen helfen Frauen e. V.“ des Frauenhauses Düsseldorf wurde bereits 1976 gegründet, die Eröffnung des Frauenhauses folgte 1977. Ziel der Arbeit des Frauenhauses ist es, Frauen vorübergehend Schutz und Unterstützung zu bieten, sollten sie von häuslicher Gewalt bedroht sein oder diese bereits erlebt haben. Daneben soll durch eine „Nachgehende Beratung“ eine langfristige Stabilisierung der Frauen erreicht werden.

Aufgenommen werden Frauen ab 18 Jahren, die psychische und/oder physische Gewalt durch ihren Mann, Partner, Partnerin, Familie oder sonstige Personen im sozialen Nahraum erlebt haben oder von dieser bedroht werden.

Das Internationale Frauenhaus der Arbeiterwohlfahrt Düsseldorf e. V. ist ist ebenfalls Schutz- und Zufluchtsstätte für Frauen. Es besteht seit 1998. Das Angebot umfasst unter anderem anonyme, sichere Wohnmöglichkeit, Beratung und Unterstützung u. a. bei der Entwicklung neuer Lebensperspektiven, Sicherung des Lebensunterhaltes, der Wohnungs- und Erwerbssuche, der Begleitung zu Ämtern und Anwälten sowie vielen weiteren Herausforderungen. Red

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