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Geburtenrekord im Norden

Geburtenrekord im Norden

Die Nightingale-Klinik hat 1,5 Millionen Euro in die Geburtsstation investiert.

Düsseldorf. Durch hohe Fenster dringt der Schein des Schnees. Auch die Wände sind weiß, die Möbel aus hellem Holz. Servicekräfte mit Getränken und Zeitungen gehen von Raum zu Raum. Betritt man den frisch renovierten Flur der Station für Geburtshilfe im Florence-Nightingale-Krankenhaus, so hat man beinahe den Eindruck, man befinde sich in einem Hotel, und nicht in einem Krankenhaus.

Nur die zahlreichen Bilder lachender Kleinkinder lassen darauf schließen, dass der Nachwuchs hier im Mittelpunkt steht. „Alle Mitarbeiter haben mitgeholfen, damit die Station rechtzeitig zu Weihnachten fertig ist“, sagt Anja Paschen, Abteilungsleiterin der Station für Geburtshilfe.

Nach sechs Monaten Umbau konnten nun die ersten Patienten die neuen Zimmer auf der Station und der angrenzenden Gynäkologie beziehen. 1,5 Millionen Euro hat die Sanierung gekostet. Platz für 66 Betten gibt es, ein Kinderzimmer jedoch nicht: „Der Säugling schläft bei uns von Anfang an bei seiner Mutter“, sagt Oberarzt Dominik García-Pies. „Es ist wichtig, Mutter, Vater und Kind in Ruhe zu lassen, damit sie eine Beziehung zueinander aufbauen.“

Auf individuelle Wünsche der Patientinnen wird viel Wert gelegt. „Es gibt keine allgemeine Weckzeit“, sagt García-Pies. Stattdessen steht zwischen acht und zehn Uhr ein Frühstücksbuffet bereit. Um die Verpflegung der Patientinnen kümmern sich zwei Servicekräfte, die Schwestern können sich auf die Betreuung der Mütter und Babys konzentrieren. „Wir fühlen uns hier sehr wohl“, sagt Lara Knebel. Am Sonntag brachte sie auf der Station ihre Tochter Laura zur Welt. „Man bereitet uns gut auf den Umgang mit ihr vor, das Wickeln und Füttern wird intensiv geübt“, sagt die junge Mutter. „Jetzt trauen wir uns zu, Laura mit nach Hause zu nehmen.“

Für den Erfolg der familienorientierten Versorgung spricht auch die Zahl der Geburten: „Vor sieben Jahren waren es knapp 1000 pro Jahr“, sagt García-Pies. Dienstagabend wurde bereits das 1700. Baby für 2010 geboren — neuer Rekord für die Klinik.

„Allein seit der Eröffnung am 13. Dezember erblickten mehr als 40 Säuglinge auf der neuen Station das Licht der Welt“, sagt García-Pies. Und über Weihnachten werde sicher noch das eine oder andere Christkind hinzukommen.