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Düsseldorf: GDS: Letzter Auftritt für die Schuhmesse

Düsseldorf : GDS: Letzter Auftritt für die Schuhmesse

550 Marken in drei Hallen auf dem Messegelände, beim nächsten Mal wird dann aus der GDS die kleinere Gallery Shoes.

Düsseldorf. Die CPD fühlt sich schon seit einigen Saisons wohl im Industrie-Charme des Böhler-Areals. Jetzt wird ihr die internationale Schuhmesse mit ihrer nächsten Veranstaltung im Sommer auf dem Fuße folgen. Sie war, wie schon vor Jahren die Modemessen, arg geschrumpft. Igedo-Geschäftsführer Philipp Kronen hat sie in sein Portfolio übernommen: „Die GDS unter diesen veränderten Rahmenbedingungen fortzusetzen, macht einfach keinen Sinn. Jetzt müssen wir die Chance nutzen, das Thema neu aufzugreifen.“

Düsseldorf: GDS: Letzter Auftritt für die Schuhmesse
Foto: dpa

In der alten Schmiedehalle stellte Ulrike Kähler, Projekt Director auch schon für die Gallery der Igedo, am Mittwoch das neue Konzept vor. Logisch der neue Name: Gallery Shoes, Internationale Trade Show für Shoes & Accessoires. Die nächsten Termine stehen fest: 27. bis 29. August 2017, 11. bis 13. März 2018, 2. bis 4. September 2018. Buchungen gibt es zu diesem frühen Zeitpunkt allerdings noch nicht.

Zuvor ist die GDS noch bis übermorgen letztmalig in drei Hallen auf dem Messegelände aufgebaut. Knapp 550 Marken präsentieren, was im nächsten Herbst und Winter laufen soll in der Schuhmode, unterteilt nach Lifestyle-Welten wie Studio, Highstreet und Pop up. Hinzu kommen noch einmal 100 Aussteller auf der parallel stattfindenden Messe für private Labels tag it!, eine Veranstaltung die aber nicht übernommen wird.

Was es aktuell zu entdecken gibt? Neben den neuesten Styles bei High Heels, Sneakers, Badelatschen, Bequem- und Sicherheitsschuhen auch Spezialanbieter für Premium-Schnürsenkel, oder „Superschnallen“, treibgasfreies Imprägnierspray oder antibakterielle Wellness fürs Schuhwerk. Und Jungschauspieler Alain-Fabien Delon, Sohn von Alain Delon. Für den 22-Jährigen läuft’s gut. Der Jungschauspieler ist inzwischen auch ein gefragtes Model.

Messechef Werner Dornscheidt: „Wir zeigen noch einmal vollen Einsatz.“ Auch beim Rahmenprogramm, bei dem es nicht nur um Trends, sondern auch um Konzepte geht, mit denen der stationäre Fachhandel wettbewerbsfähig bleiben kann gegenüber großen Online-Portalen. Styleranking-Experten unterrichten „Social Media für Einzelhändler“.

Es ist schon klar, wohin das läuft: Schuhe werden allen etwaigen Passformproblemen zum Trotz immer öfter online bestellt. Wenn sie drücken, umgetauscht. Auch die Kommunikation geht neue Wege. „Top-Blogger“ und „Influencer“ sorgen dafür, dass Kult-Modelle in Windeseile millionenfach gesehen und geliket werden. Die GDS setzt zum Finale auf Instagram.

Was sich die neuen Macher für die Zukunft auf über 15 000 Quadartmetern auf neuem Terrain wünschen: Alte und neue aus dem mittleren bis gehobenen Segment mit etwa 500 Marken, die so um die 8000 bis 10 000 Fachbesucher locken.

Sollten die Erwartungen übertroffen werden, kann auch noch eine Leichtbauhalle aufgestellt werden. Bereits bewährter Vorteil der Location mit 5000 kostenlosen Parkplätzen: von der Innenstadt, Flughafen und Hauptbahnhof in einer Viertelstunde erreichbar.