Gaslaternen sollen im Hofgarten bleiben

Gaslaternen sollen im Hofgarten bleiben

Viele wurden bei „Ela“ zerstört, das Verkehrsdezernat will sie durch LED ersetzen. Doch da sagt die Politik: Nein.

Düsseldorf. Im Hofgarten ist es an vielen Stellen dunkel. Der Pfingstorkan hat über die Hälfte der Laternen beschädigt oder gar zerstört — vor allem viele alte Gasleuchten. 219 von ihnen standen im Hofgarten, nur 90 kamen ungeschoren davon.

Nun stellt sich die Frage, wie der Innenstadtpark in Zukunft beleuchtet werden soll. Provisorisch stellt die Stadt auf den wichtigen Achsen elektrische Lampen auf. Und dann? Dann möchte Verkehrsdezernent Stephan Keller den Hofgarten am liebsten von Gas- auf Strom, am besten auf LED umstellen.

In einer internen Vorlage listet er jetzt erneut detailliert auf, warum: Die Gaslaternen seien nicht hell genug, LED biete mehr Sicherheit, Gas sei viel umweltschädlicher, unter anderem durch den 20-fachen CO2-Ausstoß. Außerdem werde die Materialbeschaffung für das „Auslaufmodell Gaslaterne“ immer schwieriger. Für die alten Schätzchen spreche eigentlich nur der Aspekt des — Denkmalschutzes.

Doch in Düsseldorf gibt es eine mächtige Bewegung für den Erhalt der Gaslaternen — und die ist in höchster Alarmbereitschaft. Wie berichtet, warnten als erstes die Düsseldorfer Jonges vor einem schrittweisen Ausverkauf eines Wahrzeichens der Stadt.

Aber auch die Politik wird Keller nicht folgen, die Ampel hat detailliert festlegen, wo die Gaslaternen bleiben sollen — und dazu gehört der Hofgarten. „Ela darf nicht als Alibi dienen, den ganzen Hofgarten aufzureißen und die Gas- durch Stromleitungen zu ersetzen“, bekräftigt Manfred Neuenhaus (FDP). Denn das sei — von allem anderen abgesehen — auch viel zu teuer.

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