Fürstenwall: Bauarbeiten bis Sommer 2019

Bauen : Fürstenwall: Bauarbeiten bis Sommer 2019

Der Rohbau des Projekts „Fürst & Friedrich“ steht. Das Gebäude soll sich zum Stadtteil hin öffnen.

Im Januar war der Grundstein gelegt worden, jetzt steht der Rohbau des siebengeschossigen Gebäudes an der Ecke des Fürstenwalls zur Friedrichstraße. Um den Zeitplan einzuhalten, waren laut Arne Hilbert, Partner der Geschäftsleitung von Projektentwickler Art-Invest Real Estate, ungewöhnliche Methoden nötig. Bei minus sieben Grad wurde kurzerhand die Baugrube beheizt, um Beton gießen zu können, wie Hilbert am Dienstag in seiner Rede beim Richtfest erinnerte.

War lange Zeit nur der mit 1400 Ankern gesicherte Teil der historischen Fassade aus dem Jahr 1895 des ansonsten abgerissenen Gebäudes aus den 50er Jahren sichtbar, erstreckt sich jetzt hinter ihr der komplette Baukörper. Nach dem Abriss der ehemaligen West-LB-Zentrale solle dort im „Dialog von Tradition und Moderne“ ein „identitätsstiftendes Gebäude für das gesamte Quartier“ entstehen soll, betont der Entwickler Gelingen soll das nicht nur mit dem Gebäudenamen „Fürst & Friedrich“ und der Integration der alten Fassade, die die Stadtwappen von Köln, Koblenz, Düsseldorf, Aachen und Trier zeigt. Der Düsseldorfer Künstler Jan Albers wird zudem aus Abbruchelementen ein Kunstwerk für die Lobby gestalten. Und für das Richtfest hat der in der Nachbarschaft wohnende Lichtkünstler Mischa Kuball seine Projektion „Stadt durch Glas“ zur Verfügung gestellt. Zu sehen ist eine kurze Szene von der Kreuzung.

Es wird also einiges dafür getan, dass das 15 000 Quadratmeter große Gebäude nicht nur als neuer Büroklotz wahrgenommen wird. Zumal der 100-Millionen-Euro-Bau sich auch zum Viertel öffnen soll, während das alte Gebäude mit seinem Hochparterre „sehr verschlossen wirkte“, wie Wolfgang Marcour, geschäftsführender Gesellschafter der SOP-Architekten, ausführte. Das soll bald mit Gastronomie und einem mietbaren Veranstaltungssaal im Erdgeschoss anders werden.

Einziehen können soll die Design Offices GmbH, Anbieter für Co-Working-Space, als erster feststehender Mieter im Sommer 2019, mindestens so lange bleiben auch die Container auf dem Kirchplatz stehen.