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Friedrichstraße: Baum soll wegen Staus gefällt werden

Verkehr : Friedrichstraße: Baum soll wegen Staus gefällt werden

Der Verkehrsfluss soll am Knotenpunkt mit der Bachstraße verbessert werden. Baum steht nah an der Fahrbahn.

Bereits seit Juli 2018 soll eine Lösung für die unübersichtliche Kreuzung Friedrichstraße/Bachstraße gefunden werden. Denn hier fließt der Verkehr geradeaus Richtung Kirchplatz und Innenstadt nicht gut. Das führt zu Staus und auch Rückstaus bis hin zur Merowingerstraße – auf der ja inzwischen auch die Umweltspur eingerichtet wurde. Auch die Rheinbahn hatte beklagt, dass sie am Verkehrsknoten Bachstraße viel Zeit verliere. Der Bezirksvertretung 3 (u.a. zuständig für Bilk und Friedrichstadt) präsentierte das Amt für Verkehrsmanagement nun seine Planung.

Zum Bedauern vieler Anwohner soll für einen besseren Verkehrsfluß auf der linken Bürgersteigseite der Friedrichstraße gleich hinter der vielbefahrenen Kreuzung mit der Bachstraße ein Baum gefällt werden. Denn der wächst zu nah an der Fahrbahn.

Durch die Fällung könne der Fahrbahnrand begradigt werden. Dies diene der besseren Führung des Kraftfahrzeugverkehrs. Denn statt des heute überbreiten  Fahrstreifens mit einer Breite von fünf Metern können künftig zwei Spuren (3,25 Meter breit) geschaffen werden. So wie sie auch vor der Kreuzung bestehen.

Bislang führte der Wechsel von zwei Fahrstreifen auf nach der Kreuzung einen überbreiten laut Verwaltung nicht nur zu „Missverständnissen“ zwischen den Autofahrern. Sie wichen auch auf den vorhandenen Radweg aus, der hier nur ein markierter Schutzstreifen ist.

Für die CDU kritisierte Bezirksvertreter Wolfgang Müller den ständigen Wechsel auf der Strecke stadteinwärts zwischen Merowingerstraße und Bilker Allee. Hinter der Umweltspur gebe es zwei Spuren am Bilker S-Bahnhof, in Höhe des Real-Marktes nur eine, dann vor der Bachstraße wieder zwei. „Warum macht man nicht im gesamten Verlauf eine breite Spur und lässt den Baum stehen?“, sagt Müller auf WZ-Anfrage. Das ist aber für die Verwaltung keine Lösung, den Stau zu verhindern. Am Ende enthielt sich die CDU bei der Abstimmung. Damit stimmte die Bezirksvertretung 3 für die Planung, die auch eine Erneuerung des Bürgersteiges auf dem Bereich der Friedrichstraße vorsieht. Die Baukosten betragen knapp 100 000 Euro. Finanziert wird dies aus dem Etat, der für die Oberflächengestaltung nach dem Bau der Wehrhahn-Linie zur Verfügung steht.