Friedrichstadt und Niederkassel: Richtfest für zwei Luxuswohnprojekte

Friedrichstadt und Niederkassel: Richtfest für zwei Luxuswohnprojekte

Die Rohbauten von Schokoladenfabrik und Weißer Villenzeile stehen.

Düsseldorf. „Als ich mir das Grundstück 2009 erstmals ansah, konnte ich durch das Tor nur ein rosa Haus erkennen, sonst nichts.“ So schildert Projektentwickler Edgar Walter seinen ersten Eindruck vom Gelände zwischen Tal- und Jahnstraße. Vier Jahre danach steht er in der Mitte des Innenhofs und feiert das Richtfest der „Schokoladenfabrik“. Auf dem Gelände, auf dem einst Otto Bittner produzierte, entstehen jetzt neben zwei großen Mehrfamilienhäusern Stadthäuser mit Namen wie Trüffel, Caramel oder Krokant.

Baudezernent Gregor Bonin benutzte ähnliche Vokabeln und nannte das Projekt eine „architektonische Praline“. Er hob die besondere Schwierigkeit der Bebauung eines Innenhofes heraus. „Das ist immer ein sensibles Thema, weil sich für die Anwohner viel verändert.“ Seiner Meinung nach passt sich die Schokoladenfabrik aber gut ein. Das liegt auch daran, dass relativ flach gebaut wurde. Maximal drei Stockwerke hoch sind die vier Gebäudeblöcke.

Die Eigentumswohnungen, die zwischen 66 und 162 Quadratmetern groß sind, sind wie das 260 Quadratmeter große Atriumhaus bereits alle verkauft. Von den zehn Stadthäusern sind bis jetzt sechs verkauft. Kostenpunkt: rund 690 000 Euro. Die ersten Bewohner der Schokoladenfabrik werden Mitte nächsten Jahres einziehen können.

„Weiße Villenzeile“ nennt der Investor Markus Himmels sein Projekt auf einem Gelände der ehemaligen Gärtnerei Habermehl in Niederkassel, wo Freitag der Richtkranz wehte. Als Ortsbezeichnung taugt die kleine Siedlung mit den 13 Doppelhäusern wenig, denn heutzutage schlemmt jedermann seine Fassaden weiß.

Die Häuser wurden dem Investor Markus Himmels aus der Hand gerissen, denn die Immobilien direkt an der Wasserschutzzone und wenige Gehminuten vom Rhein entfernt sind begehrt. Sie sind entsprechend teuer. Bei einer Grundstücksfläche von 150 bis 200 Quadratmetern musste der Käufer 750 000 bis 850 000 Euro zahlen. 26 Familien mit rund 50 Kindern können ab Frühjahr einziehen.

Himmels plant auch schon das nächste Projekt auf der linken Rheinseite, das „Quirinusquartier“ zwischen Quirin- und Oberkasseler Straße. Auf dem Gelände der ehemaligen Gaststätte Haus Peters und dem jetzigen „Kaisers“ entsteht ein dreiteiliges Gebäude-Ensemble mit zwölf Wohnungen, einer Tiefgarage und „Kaisers“ als Mieter.

Wie die Lasterwagen, die den Supermarkt von der Quirinstraße anfahren, die Kurve nehmen, wollte die Bezirksvertretung im Rathaus Oberkassel wissen. Himmels gab auch jetzt keine Antwort. Er sagte zur WZ: „Das ist nicht mein Problem. Kaisers kann eben keine allzu großen Lieferwagen vorfahren lassen.“

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