Fridays for Future: Der globale Klimastreik am Freitag in Düsseldorf

Fridays for Future : Klimabündnis ruft alle Düsseldorfer für Freitag zur großen Demo auf

Beim dritten globalen Klimastreik teilt sich der Demozug von der Kö zum Landtag auf.

Wer gehofft oder befürchtet hatte, der Fridays-for-Future-Bewegung (FFF) werde nach den Sommerferien allmählich die Luft ausgehen, wird spätestens am Freitag eines Besseren belehrt: Dann wird weltweit, in rund 500 deutschen Städten und natürlich auch in Düsseldorf für das Klima demonstriert und gestreikt. Dieser dritte globale Klimastreik richtet sich nicht nur an Schüler, sondern an alle Gesellschaftsschichten und Altersgruppen. Die Veranstalter vom „Düsseldorfer Klimabündnis“ rechnen mit besonders viel Teilnehmern am 20. September bei der Kampagne „Düsseldorf for Future“.

Tatsächlich stellen sich etliche Organisationen vom ADFC,  Amnesty International und Attac  über BUND und Greenpeace bis zu Kirchen und Gewerkschaften aber auch Privatunternehmen in der Landeshauptstadt hinter die Kampagne für mehr und besseren Klimaschutz.

Oberbürgermeister Thomas Geisel hat alle Amtsleiter gebeten, dafür zu sorgen, dass prinzipiell auch alle Mitarbeiter der Stadtverwaltung (im Rahmen von Gleitzeit, Überstundenausgleich oder Urlaub) an der Klima-Demo teilnehmen können. „Die Klimakrise können wir nur lösen, wenn wir alle zusammenarbeiten, wenn alle Gesellschaftsschichten ihre Konflikte beiseite legen und an einem Strang ziehen“, sagt Samuel Nellessen, Aktivist bei FFF in Düsseldorf.

Frank Bsirske, Vorsitzender der Gewerkschaft Verdi, wird einer der Redner in Düsseldorf beim globalen Klimastreik am Freitag sein. Foto: dpa/Christophe Gateau

Die Veranstalter sowie die Gewerkschaft Verdi empfiehlt allen interessierten Arbeitnehmern, sich vor einer Teilnahme während der Arbeitszeit im Unternehmen, etwa beim Betriebsrat, über die Modalitäten zu informieren.

Der kommende Demo-Freitag beginnt um 11 Uhr am Corneliusplatz am Nordende der Königsallee mit einer Auftaktkundgebung. Gegen 11.50 Uhr setzt sich dann ein großer Demozug in Bewegung, der sich ab der Kreuzung Ost-/Immermannstraße aufteilt, um gleichsam die Entscheidung darzustellen, vor der die Menschheit stehe. Ein Demozug, bei dem es auf einer Kreuzung einen großen Tanz geben soll, stellt die positive Zukunft mit erneuerbaren Energien, klimafreundlicher Mobilität und nachhaltiger Landwirtschaft dar; der andere steht für fossile Energieträger, Hitze, Dürre und Extrem-Unwetter, symbolisch dargestellt durch einen Trauerzug, dessen Teilnehmer sich auf einer Kreuzung hinlegen und tot stellen.

Anschließend vereinen sich die Demonstranten wieder und ziehen bis zum Landtag, wo dann ab 14 Uhr auch die Abschlusskundgebung steigt. Als Redner sind unter anderem Verdi-Chef Frank Bsirske, Professor Michael Schmitt von der Heinrich-Heine-Universität, der an der neuen Ringvorlesung „Klimawandel und Ich“ beteiligt ist, sowie Professor Rudi Voller (Hochschule Niederrhein und Ex-SPD-Rastherr) angekündigt.

An Ständen gibt es Infoangebote und Workshops, geplant ist des Weiteren, dass möglichst viele Teilnehmer der (Landes-)Politik buchstäblich die Rote Karte zeigen.  A.S.

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