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Förderpreis für ein rotes Puzzle

Förderpreis für ein rotes Puzzle

Aljoscha Lahner bittet über farbige Platten zur Ausstellung der Kunstakademie-Studenten.

Düsseldorf. Zum neunten Mal organisieren die Wirtschaftsprüfer und Steuerberater von PWC am Firmensitz Moskauer Straße 19 eine Ausstellung mit Akademiestudenten, die beim Rundgang aufgefallen sind. Dazu gehören die Stars unter den Video- und Animationskünstlern, Hedda Schattanik und Roman Szscesny, aber auch Swinda Oelke mit ihrer Spiegeltreppe, die beim geringsten Windzug zu pendeln beginnt.

Natürlich ist auch der Meisterschüler Aurel Dahlgrün dabei, der über mehrere Wochen hinweg aus der Luftfeuchtigkeit im Raum das Wasser in einem flachen, schwarzen Becken gesammelt hat. Die dadurch erzeugte spiegelnde Fläche beschert ihm schon den Ehrenhofpreis.

Wäre noch die Koreanerin Ji hyung Song zu nennen, die regelmäßig durch altruistische Handlungen den Kunsthandel konterkariert. Sie baute einen Teeraum im Foyer, mit niedrigen Tischen samt Keramikbeinen, so dass sich die Teetrinker hinhocken müssen, wenn sie bei der Ausstellung ein Tässchen trinken wollen.

Während Song möglicherweise für den Publikumspreis vorgesehen ist, geht der Hauptpreis der Jury an Aljoscha Lahner aus der Klasse Hörnschemeyer. Seine Installation beginnt gleich im Eingang zum Firmensitz, auf den Treppenstufen zum Foyer.

Lahner hat sich Pressspanplatten rechteckig zuschneiden lassen und darüber hellleuchtende, rote Acrylfarbe gerollt. Einen Teil der Platten schnitt er in Kurvenform aus und verlegt ihn nun auf den Stufen. Entstanden ist ein Puzzlespiel, wobei sich Kurventeile zu Bögen, negativen Blattformen, zum Bug eines noch unfertigen Schiffes formen lassen. Stellt man Teile davon an die Wand, ergeben sich Bögen, Streben und Gewölbe-Elemente. Die Arbeit besteht aus 467 Einzelteilen und darf betreten werden.