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Düsseldorf: Flüchtlinge: Fast stündlich ändert sich die Lage

Düsseldorf : Flüchtlinge: Fast stündlich ändert sich die Lage

Jeden Tag werden weitere Züge mit Geflüchteten aus dem Süden erwartet. Ein Krisenstab der Stadt berät über weiteres Vorgehen. Aufgaben sollen verteilt werden.

Düsseldorf. Am Montagmorgen haben wieder Züge mit Flüchtlingen den Düsseldorfer Hauptbahnhof erreicht. Auch der Fernbahnhof des Flughafens hat für die Aufnahme und Registrierung der Geflüchteten Räume bereit gestellt. Die blieben am Montag vorerst leer. An allen Ecken versucht die Stadt, sich auf die Ankommenden aus dem Süden vorzubereiten. Das Telefon der Flüchtlingsbeauftragten Miriam Koch ist dauerbesetzt, die Stadt schickt fast stündlich Mitteilungen über die aktuelle Lage.

„Die Situation ist schwer einzuschätzen“, sagt Christoph Söbbeler, Sprecher der Bezirksregierung in Arnsberg, die für die Verteilung der Geflüchteten in Nordrhein-Westfalen zuständig ist. Die Menschen, die in den letzten Tagen eingetroffen sind, sind Flüchtlinge, die über die Balkanroute versuchen, nach Deutschland zu kommen. Viele mussten tagelang in Ungarn auf die Weiterreise warten.

In Bayern werden die Züge weitergeleitet. Meist handelt es sich dabei um Sonderzüge, die zwischen den normalen Zugverkehr gelotst werden. Station in NRW ist dann Dortmund. Dort befindet sich die zuständige Erstaufnahmeeinrichtung. Von dort aus werden die Menschen so schnell wie möglich auf Unterkünfte in den NRW—Kommunen verteilt. Da dort in den vergangenen Tagen aber so viele Menschen angekommen sind — am Wochenende waren es rund 2000 Geflüchtete — wurden manche der Züge auf Düsseldorf umgeleitet, zur Entlastung der Behörden in Dortmund.

Das soll nun auch in den nächsten Tagen so gemacht werden. Laut Presseamt Düsseldorf werden die beiden Städte abwechselnd als Aufnahmezentren fungieren.

In der vergangenen Woche konnte die zuständige Bezirksregierung etwa 10 000 Geflüchtete zählen. Bereits am Montag schätzt Söbbeler die Zahl für diese Woche höher ein. „Wir erwarten etwa 15 bis 20 000 Menschen. Etwas genaues weiß aber niemand“, sagt der Arnsberger Pressesprecher.