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Flingern: Fast 2000 Menschen leben bereits im Neubauviertel „Grafental“

Immobilien : Fast 2000 Menschen leben bereits im Neubauviertel „Grafental“

Flingern Bis 2026 soll alles stehen. Bei der Vermarktung des Kunstnamens half auch der Cirque du Soleil.

Man mag es gar nicht glauben, wenn man im Neubauviertel „Grafental“ auf oft noch menschenleeren Wegen und Bürgersteigen unterwegs ist: Aber zwischen Metro-Straße und Schlüterstraße wohnen inzwischen rund 2000 Menschen. Wo einst die alten Industriehallen der Hohenzollernwerke standen, sind inzwischen rund 800 Eigentumswohnungen gebaut und bezogen. Jetzt stimmte die Bezirksvertretung 2 (Flingern, Düsseltal) dem Bauantrag für die Metro-Straße 25-35 zu: Weitere 96 Wohnungen in sechs Gebäuden und drei Baublöcken entstehen, samt einer Tiefgarage mit 101 Plätzen für Pkw und 265 für Fahrräder.

Und auch die Kita „Grafentaler Springmäuse“ an der Hohenzollernalllee soll erweitert werden. 2014 eröffnete sie erst. Die Einrichtung des Deutschen Roten Kreuzes bietet in vier Gruppen 79 Kindern Platz. Doch bei der Planung war der große Bedarf nach Kitaplätzen noch nicht absehbar, heißt es im Bauantrag der Verwaltung. Die Folge: Nun wird ein Anbau erstellt für weitere zwei Gruppen und damit 40 Kinder. Auch die Spielfläche wird um mehr als 500 Quadratmeter vergrößert.

Denn es sind 60 bis 70 Prozent Familien, die hauptsächlich im neuen Quartier seit der ersten Bauphase 2012 die Eigentumswohnungen gekauft haben. Das sagt Andreas Mauska, Geschäftsführer und Vertriebsleiter der Grafental GmbH, der vor Ort für den Investor Brack Capital Properties die Wohnungen vermarktet. Dies passiert in einer denkmalgeschützten alten Industriehalle. Steht das gesamte Neubauviertel, biete es  sich an, dieses heutige Info-Center an der Neumannstraße in einen Gastronomiebetrieb zu verwandeln. Denn etwas mehr Leben kann Grafental bestimmt vertragen.

Dazu trägt der Vertriebsleiter Mauska persönlich bei: Der Mann ist schließlich Präsident der KG Regenbogen und gründete kurzerhand im vergangenen Jahr auch die Karnevalsgesellschaft „Jeckes Grafental“. Die zähle schon 65 Mitglieder. Am Sonntag, 24. Februar, 11.11 Uhr, wird Mauska auf dem Platz an der Neumannstraße den närrischen Frühschoppen „Grafental janz jeck“ moderieren und verspricht nach der Premiere 2018 noch mehr Aktionen für Kinder. Klar, dass hier auch die KG Regenbogen beim Programm mitmischen wird.

Das Neubauviertel, in dem sich zurzeit weitere 300 Wohnungen in Bau befinden, wird am Ende 1500 Wohneinheiten zählen. Das soll 2026 sein. Der Vertriebschef sagt: „Hier leben ganz normale Düsseldorfer, die haben vorher in anderen Stadtteilen gewohnt.“ 80 Prozent der Käufer hätten dabei zum ersten Mal Eigentum erworben. Auch den Anteil der Eigennutzer schätzt Mauska auf 80 Prozent. Allerdings gebe es natürlich auch Kapitalanleger. Und die Wohnungen des ersten Bauabschnittes werden von den privaten Eigentümern schon wieder verkauft. Mit viel Gewinn: Kostete der Quadratmeter 2012 noch 3500 Euro sind es heute stolze 5400 Euro.

Hatte es beim ersten Bauabschnitt noch Wasserschäden und Probleme nach dem Einzug gegeben, sei dies lange behoben, sagt Mauska. Man habe sofort den Generalunternehmer gewechselt, arbeite heute mit zwei mittelständischen Unternehmen Bauabschnitt für Bauabschnitt zusammen. Seitdem habe es keine Verzögerungen mehr gegeben, im Gegenteil, man sei immer etwas früher fertig. Die Wohnungen seien verkauft, noch bevor der Rohbau stehe. Bei der weiteren Planung für das östliche Gelände sei man in enger Abstimmung mit der Stadt, die dort ein neues Gymnasium bauen will.

Den Kunstnamen „Grafental“ hält Mauska für gelungen. „Die Anwohner bezeichnen sich selbst als Grafentaler“, sagt er. Zur Bekanntheit des Standortes im Stadtteil Flingern beigetragen habe bereits vor dem Baustart das Gastspiel des Cirque du Soleil. Denn der habe mit der „Adresse“ Grafental geworben.

Diese Werbe-Geschichte soll sich in Gerresheim wiederholen. Denn Mauska wird mit seinem Team für denselben Investor auch den Vertrieb der rund 1500 Wohneinheiten auf dem lange brach liegenden Gelände der Glashütte übernehmen. Dort wird bald ein Plateau für das Zirkuszelt der Artisten gebaut, samt Besucher-Parkplatz. Für das Gastspiel vom 19. Dezember 2019 bis 19. Januar 2020. Die Adresse dazu lautet auf der Zirkus-Internetseite: Gerresheim — Glasmacherviertel Düsseldorf, Deutschland.