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Flashmob für „die alte Stadt“

Flashmob für „die alte Stadt“

500 Kinder aus elf Kitas ließen zum Stadtjubiläum Luftballons im Sonnenpark steigen. Ein Ständchen gab’s natürlich auch.

Düsseldorf. Es gibt mehr als eine Variante, die erklärt, wie der Radschläger zur Symbolfigur Düsseldorfs wurde. Die Düsseldorfer Geschichtswerkstatt zählt sogar vier. Wie so oft in Düsseldorf, spielt auch Köln eine Rolle in einer der Geschichten.

So sollen die Düsseldorfer voller Freude Räder geschlagen haben, nachdem die Bauern 1288 den Erzbischof von Köln besiegt haben. Und dann gibt es noch die Erzählung von einer unglücklichen Braut. Jacobe von Baden, ganz und gar nicht heiter am eigentlich schönsten Tag des Lebens, soll an ihrem Hochzeitstag nur einmal ihre Miene aufgehellt haben: als ein kleiner Junge neben dem Hochzeitszug ein Rad schlug.

Mit solchen Feinheiten der Lokalgeschichte gibt sich die fünfjährige Kaliopi gar nicht ab: „Das ist der Düsseldorf-Mann, der auf dem Kopf steht.“ Punkt. Ihre drei Freundinnen aus der Kita an der Stahlwerkstraße bestärken diese Antwort mit energischem Nicken.

Ihre Köpfe ziert dabei eben dieser seitenverkehrte Mann. Mit Tusche bemalt, ist der etwa 20 Zentimeter hohe Radschläger an einen Pappring getackert, den die Mädchen wie eine Krone tragen. Rosafarben. Natürlich. Und selbst gebastelt.

So ganz eindeutig als stolze Düsseldorfer präpariert, treffen sich gestern morgen 500 Kinder aus elf Oberbilker Kitas zu einem Flashmob im Sonnenpark. Gemeinsam lassen sie Ballons steigen („Da werden die Leute ganz schön gucken“, kommentiert Kaliopi) und singen ein von Erzieherin Magdalena Tripp gedichtetes Geburtstagslied.

Anlass ist das 725-jährige Jubiläum Düsseldorfs. „Tierisch alt und trotzdem fit, Düsseldorf, Du bist ein Hit und alle Kinder singen mit“, kreischen die Kinder, bevor nach zehn Minuten in geordneten Zweierreihen der Rückweg angetreten wird.