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Feuerwehr übt Rettungseinsätze im Düsseldorfer U-Bahn-Tunnel

Retter in der Not : Feuerwehr übt im U-Bahn-Tunnel

In zwölf Nächten sind die Retter unterwegs, damit im Notfall jeder Handgriff sitzt.

In zwölf Nächten üben Rheinbahn-Mitarbeiter und Feuerwehrleute in diesem Jahr das Vorgehen bei Bränden in einem Tunnel der Düsseldorfer U-Bahn. In der Nacht zu Dienstag waren 40 Kräfte im U-Bahnhof Benrather Straße vor Ort, um die bestehenden Konzepte zu überprüfen sowie sich mit den örtlichen Gegebenheiten vertraut zu machen.

Ausgangsszenario:  Der Fahrer der U-Bahn bemerkt bei der Ausfahrt aus dem U-Bahnhof eine Rauchentwicklung an seinem Zug, er alarmiert über die Rheinbahn-Leitstelle die Feuerwehr.

Nur wenige Augenblicke später treffen die ersten Einsatzkräfte mit Löschfahrzeugen am Treppenabgang des Bahnhofes ein. Sofort begeben sich die ersten Einsatztrupps mit Schläuchen, Wärmebildkameras und Atemschutzgeräten in den unterirdischen Bahnhof. Während unten nach einem vermissten Fahrgast und weiteren Menschen gesucht wird, werden oben auf der Straße Schläuche ausgerollt und weitere Atemschutztrupps bereiten sich für den Einsatz vor. Über die Brandmeldeanlage, die an allen Bahnhöfen der Wehrhahn- Linie vorhanden ist, kann der Brandort grob lokalisiert werden. Von dort geht es runter zu den Bahnsteigen. Gleichzeitig kontrollieren weitere Einsatzkräfte den nächstgelegenen Notausstieg. In der Übung kann der Fahrer gefunden und in Sicherheit gebracht werden. Der Rettungsdienst kümmert sich sofort um die medizinische Versorgung.

Von dem Fahrer erhalten die ersten Atemschutztrupps wichtige Informationen zum Brandort. Während die Rettungsarbeiten auf Hochtouren laufen, wird für die Führungsebene im großen Einsatzleitwagen ein paar Meter vom Bahnhof entfernt das Szenario der umliegenden Bahnhöfe trainiert.

Mehrere Löschzüge sind dafür notwendig, die Brandbekämpfung von den Nachbarbahnhöfen aus zu unterstützten. Außerdem dürfen bei der Vielzahl an Einsatzkräften und dem länger andauernden Löscheinsatz die unbesetzten Feuerwachen im Stadtgebiet nicht aus den Augen gelassen werden.

All dies passiert in enger Abstimmung mit der Leitstelle, die dann die Alarmierung der weiteren Einheiten und die Verteilung dieser auf Maßgabe des Einsatzleiters durchführt.Nach rund 45 Minuten heißt es dann: Übungsende.

(Red)