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Feuerwehr: Notfallplan für die Altstadt

Feuerwehr: Notfallplan für die Altstadt

Die Feuerwehr hat einen Plan erstellt, wie die Retter in überfüllten Straßen schnell zu Verletzten kommen — und wie Panik verhindert wird.

Düsseldorf. Mit einem „Einsatzplan Altstadt“, der am Montag bei einem Symposium vor 400 Besuchern im Congress Center vorgestellt wird, wollen die Ordnungsbehörde der Stadt Düsseldorf und die Feuerwehr die Altstadt besonders sicher machen.

Grelle, grüne Schilder, auf denen „Ausgang/Exit“ und ein Pfeil Besuchern den Weg aus gefährdeten Zonen heraus zeigt, sind schon angebracht — unter anderem in der Bolkerstraße.

Mit dem ganzen Paket an Sicherheitsmaßnahmen, das detailliert geschildert 106 Seiten stark ist und von der Feuerwehr entwickelt wurde, könne bei Massennotfällen mit Verletzten besser und schneller reagiert werden. Brände beispielsweise könnten in einer überfüllten Altstadt genauso zu Paniksituationen führen wie plötzlich randalierende Hooligans bei Fußballspielen diese auslösen könnten.

Sichtbar ist das Sicherheits-Paket lediglich durch die grünen Wegweiser an Kreuzungen und Seitenstraßen. Sie sollen auch in der Dunkelheit ins Auge fallen.

Von größerer Bedeutung ist die strategische Planung im Hintergrund: So sollen auf der Ratinger Straße und am Burgplatz die Taxistände aufgelöst werden, wenn es sich besonders dort knubbelt. So soll Gedränge vermieden werden.

Kommunikative Schnittstellen zwischen Feuerwehr, Polizei, Rettungsdiensten und Ordnungsbehörde sollen so optimiert worden sein, dass binnen kürzester Zeit mindestens 1000 Helfer vor Ort sein können. Hierfür wurden auch Rettungswege neu vermessen. Sie müssen mindestens 3,50 Meter breit sein.

„Bei großer Ansammlung von Menschen bei Großveranstaltungen im Freien, in Alt- oder Innenstädten können Unfälle aufgrund verschiedener Ursachen passieren. Der Anspruch der Besucher ist dabei, dass die kalkulierbaren Risiken minimiert werden und dass die Veranstalter, Behörden und Sicherheitskräfte gut vorbereitet sind“, sagt Feuerwehrchef Peter Albers. Die Risiken seien mit dem neuen Konzept nun kalkulierbarer.