Fest für Frieden und Demokratie im Düsseldorfer Ehrenhof

Demokratiefest : Düsseldorf feiert Fest für Frieden, Freiheit und Demokratie

„Düsseldorfer Appell“ und Stadt laden am 1. September in den Ehrenhof zu einem vielfältigen Programm inklusive Kom(m)ödchen, Schauspielhaus und einer langen „Achse der Demokratie“.

In Düsseldorf wird am 1. September ein großes „Fest für Frieden, Freiheit und Demokratie“ gefeiert. Der „Düsseldorfer Appell“, das breite Bündnis aus Parteien, Kirchen Gewerkschaften und Verbänden gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus, und die Stadt veranstalten es im Ehrenhof. Das Datum hat man sehr bewusst gewählt, der 1. September ist „Anti-Kriegs-Tag“. Und das Jahr „19“ bietet eine Fülle wichtiger historischer Jubiläen: 30 Jahre Fall der Mauer, 70 Jahre Grundgesetz, 80 Jahre Beginn des Zweiten Weltkrieges und 100 Jahre Weimarer Reichsverfassung.

Geplant ist ein Fest zum Mitmachen, die Veranstalter rechnen an dem Sonntag mit mindestens 5000, eher aber 10 000 Besucher auf der „Achse der Demokratie“ zwischen Kunstpalast und Tonhalle mit rund 50 Info-Ständen von Amnesty International über das Institut Francais bis zur Stadtbücherei. Das Fest soll zeigen, wer in Düsseldorf für demokratisches Engagement steht, „wir wollen ein positives Bild unserer Zivilgesellschaft zeigen“, sagt Sigrid Wolf (DGB), die Sprecherin des Appells. Aber es soll vor allem auch Austausch und Gespräche ermöglichen, „es geht darum, die Gräben starrer Gesinnungen zu überwinden“, sagt Volker Neupert vom Düsseldorfer Appell. Allerdings wird das Gros der Besucher vermutlich ohnehin relativ einheitlich für eine demokratisch-tolerante Grundhaltung stehen.

Aber natürlich soll es am 1. September von 13 bis 19 Uhr nicht nur ernst und bedeutungsschwer zugehen. Dafür wird schon das vielfältige Unterhaltungsprogramm auf der Bühne sorgen, wo unter anderem das Kom(m)ödchen-Ensemble Auszüge aus seinem neuen Programm „Quickies“ zum Besten gibt oder Schauspieler vom Schauspielhaus „grundgesetzliche“ Texte zitieren. Es treten Schulchöre und -bands auf, es gibt ein „Singpause“-Ständchen, die Jugend locken sollen Rapper Ben Salomo oder die Düsseldorfer Punkrocker von „Kopfecho“.

OB Thomas Geisel hat gerne die Schirmherrschaft übernommen, er sagt: „Frieden, Freiheit, Demokratie: Wir müssen uns immer wieder bewusst machen, wie wenig selbstverständlich diese drei Errungenschaften sind – und sie verteidigen.“

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