Falschparker behindern Feuerwehr in Düsseldorf-Bilk

Feuerwehreinsatz : Falschparker versperren Feuerwehr den Weg zum Einsatz

Letzten hundert Meter musste Feuerwehr zu Fuß zurücklegen.

Zwei Falschparker haben einen Feuerwehreinsatz in Düsseldorf-Bilk am Samstagnachmittag stark behindert. Einsatzkräfte mussten nach Angaben der Feuerwehr zu Fuß bis zum Einsatzort weitergehen und nur einer von zwei Löschzügen konnte vor der Brandwohnung halten.

Gegen 13.50 Uhr haben Nachbarn die Feuerwehr gerufen: Sie hatten Rauch und Brandgeruch in einer Wohnung in einem Mehrfamilienhaus an der Henriettenstraße bemerkt. Weil sich der Mieter womöglich noch in der Wohnung befand, schickte die Leitstelle sofort zwei Löschzüge. Um die beiden Drehleitern der anrückenden Feuerwehrkräfte direkt vor dem Haus platzieren und eine schnelle Menschenrettung durchführen zu können, entschied der Einsatzleiter, die erste Einheit über die Karolingerstraße und den zweiten Löschzug über die Burghofstraße in die Henriettenstraße einfahren zu lassen. Die Anfahrt aus zwei Richtungen wird laut Feuerwehr in Wohngebieten wie Bilk mittlerweile standardmäßig gewählt, da es immer wieder zu Anfahrtsschwierigkeiten wegen falsch parkender Autos kommt.

Auf der Kreuzung Karolingerstraße/Henriettenstraße und auf der Henriettenstraße parkten allerdings zwei Autos – und zwar so, dass es für den ersten Löschzug vor Ort, der über die Karolingerstraße gekommen war, kein Durchkommen mehr gab. Die Feuerwehrleute mussten die letzten etwa 100 Meter zum Einsatzort zu Fuß zurücklegen.

Das falsch parkende Auto an der Kreuzung karolingerstraße/Henriettenstraße. Foto: Feuerwehr Düsseldorf

Der Einsatztrupp im Haus konnte schnell Entwarnung geben: Auf dem Herd in der Wohnung schmorte ein Plastikdeckel. Somit wurde der zweite Löschzug, der inzwischen an der Burghofstraße stand, nicht mehr benötigt.

Das qualmende Plastik wurde mit Wasser gelöscht. Der Bewohner wurde von den Feuerwehrleuten aus der Wohnung gebracht werden. Nach einer medizinischen Untersuchung wurde entschieden, dass ein Transport ins Krankenhaus nicht nötig ist. Dann wurde die Wohnung noch mit einem Hochleistungslüfter vom Qualm befreit.

Wie ein Sprecher der Feuerweh mitteilt, sei ein großes Glück, dass es sich nicht um einen großen Brand gehandelt hat – denn dann hätte man die Großfahrzeuge des ersten Löschzugs dringend gebraucht. Und das wäre dann nur mit großer Zeitverzögerung möglich gewesen.

Die Feuerwehr hatte in der letzten Woche schon für den kommenden Mittwoch zu einem Pressegespräch zu eben diesem Thema eingeladen: „Falschparker gefährden Menschenleben“. nel

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