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Fahrradladen „Zweirad Müller“ in Unterbilk muss ausziehen

Kündigung : Kündigung: Fahrradladen „Zweirad Müller“ in Unterbilk muss ausziehen

Der neue Besitzer des Gebäudes hat dem Fahrradladen gekündigt. Nächstes Jahr gäbe es den Laden seit 100 Jahren.

Das Geschäft „Zweirad Müller“ auf der Bilker Allee 33 sucht ein neues Quartier. Die Immobiliengesellschaft, die das Haus vor etwa einem Jahr erworben hat, hat dem Inhaber Carsten Müller zum 31. Mai 2019 gekündigt. Die Nachricht kam für ihn überraschend. „Für uns, die wir standorttreu sind, ist das ein ziemlicher Tiefschlag“, sagt Müller. Er bleibt aber optimistisch, dass es für ihn im Stadtteil weitergeht. Natürlich halte er Augen und Ohren auf, ob es ein geeignetes Ladenlokal oder einen schönen Hinterhof gebe, aber im laufenden Betrieb sei das gar nicht so einfach.

„Wir haben selbst noch keine Veranlassung gesehen, die Nachricht in den sozialen Netzwerken zu verbreiten“, sagt Müller. Dennoch: Im Nett-Werk Düsseldorf auf Facebook machte die Nachricht schnell die Runde. „Über die Resonanz unserer Kunden bin ich sehr beeindruckt, sie kommen mit vielen Einfällen und Vorschlägen“, berichtet Müller.

„Es ist aber alles noch sehr frisch“, sagt Müller. Er hofft, dass ihm der neue Besitzer eine Karenzzeit einräumt und er im besten Fall noch bis zum Ende des kommenden Jahres bleiben kann. „Dann können wir unseren Bestand an Fahrrädern und Zubehör weiter abschmelzen“, sagt er. Ansonsten hofft er, dass er vor Saisonbeginn im März ein neues Ladenlokal mit Platz für Fahrräder und Reparaturwerkstatt findet.

„Zweirad Müller“ ist seit Jahrzehnten ein fester Bestandteil von Unterbilk und wird in dritter Generation geführt. Das Geschäft findet man seit 1951 im Haus Nr. 33. Im Jahr 2021 stünde das 100-jährige Jubiläum an.

Der neue Besitzer will noch nicht das Ende des Fahrradladens sehen. „Wir haben noch keine neuen Pläne für die Räume“, sagt Christian Paschertz, Geschäftsführer der Immobiliengesellschaft MP GmbH und Co.KG. Geplant sei zunächst eine Sanierung, um das Ladenlokal auf den aktuellen technischen Stand zu bringen. Bislang habe es noch keine Gespräche mit dem bisherigen Mieter gegeben. „Er könnte auch der künftige Mieter sein“, so Paschertz.