Explosion in Düsseldorfer Wohnhaus: Mensch stirbt - mehrere Verletzte

Rettungseinsatz in der Nacht : Explosion in Flingern: 75-Jähriger stirbt - mehrere Verletzte

Dramatischer Rettungseinsatz in der Nacht in Düsseldorf, bei einer Explosion in einem Mehrfamilienhaus kommt ein Senior ums Leben. Mehrere werden verletzt - darunter eine Schwangere.

In der Nacht zu Mittwoch ist es in einem Düsseldorfer Mehrfamilienhaus an der Erkrather Straße zu einer folgenschweren Explosion gekommen. Dabei ist der 75 Jahre alte Wohnungsinhaber ums Leben gekommen. Zehn weitere Personen wurden durch den Rettungsdienst betreut, zwei von ihnen wurden mit leichten Rauchgasvergiftungen ins Krankenhaus gebracht, darunter auch eine Schwangere, das bestätigte die Feuerwehr auf Nachfrage.

Die Beamten wurden um 2:28 Uhr alarmiert. Zunächst waren die Anwohner durch einen lauten Knall geweckt worden. Im zweiten Obergeschoss und im Treppenhaus brannte es. Als die Feuerwehr eintraf, hatten sich zehn Bewohner schon vor dem Haus versammelt. Aus den Fenstern im zweiten Obergeschoss einer Wohnung waren alle Scheiben geborsten und die Splitter lagen über die komplette Straße verteilt. Fahrzeuge auf der gegenüberliegenden Straßenseite wurden dadurch beschädigt. Aus den kaputten Fenstern stieg Rauch. Vor der Wohnung in der zweiten Etage fanden die Einsatzkräfte die Leiche des 75-Jährigen. Die Tür zu dem Appartement war durch die Wucht der Explosion in den Treppenraum geschleudert worden.

Die Polizei Düsseldorf bestätigt am frühen Mittwochmorgen, dass es zu der Explosion in dem Mehrfamilienhaus gekommen ist, verweist jedoch auf die Staatsanwaltschaft, die die Ermittlungen übernommen hat.

Das Mehrfamilienhaus ist bis auf weiteres unbewohnbar, da das Gebäude von Mitarbeiter der Netzgesellschaft Düsseldorf von der Gasversorgung getrennt werden musste und die Treppe durch den Brand stark beschädigt wurde. Durch die Wucht der Explosion ist eine Aluminiumtür im Erdgeschoss stark beschädigt worden. Nachbargebäude wurden nicht in Mitleidenschaft gezogen. Der entstandene Sachschaden wird von der Feuerwehr auf rund 100 000 Euro geschätzt. Nach 90 Minuten kehrten die letzten 40 Feuerwehrleute zu ihren Wachen zurück.

(jh/fred)
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