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Evangelische Kirche wählt Fucks zum neuen Superintendeten

Düsseldorf : Heinrich Fucks ist neuer Superintendent

Die rund 107 000 evangelischen Christen in Düsseldorf haben einen neuen Superintendenten gewählt. Fucks erhielt 92 von 157 Stimmen, Torsten Maes aus Moers 61.

Die Kreissynode des Evangelischen Kirchenkreises Düsseldorf hat auf ihrer Tagung im Kaiserswerther Theodor-Fliedner-Gymnasium den Gerresheimer Pfarrer Heinrich Fucks als Superintendenten gewählt.Fucks erhielt von 157 möglichen Stimmen 92

und bekleidet nun das Amt des höchsten Repräsentanten der Evangelischen Kirche in Düsseldorf. Auf den zweiten Kandidaten, Pfarrer Torsten Maes aus Moers entfielen 61 Stimmen.

„Wir werden nicht mehr nur auf Mitgliedschaft setzen können. Der Kirchenkreis wie die Gemeinden brauchen Netzwerke unterschiedlicher Partner und Freundeskreise, die mit ihnen leben und für sie auch eintreten“, sagte Fucks in seiner Bewerbunsgrede auf der Synode, „denn einAlltagsatheismus schleicht sich ein, der nicht so einfach hinzunehmen ist.“

Die Kreissynode ist das Wahlgremium eines Superintendenten. In ihr sind Abgeordnete der 18 Gemeinden und der Arbeitszweige des Düsseldorfer Kirchenkreises vertreten.

Zur Wahl stand zum ersten Mal eine hauptamtliche Besetzung des Superintendentenamtes. Fucks wurde für die kommenden acht Jahre als Superintendent im Hauptamt gewählt.

Bisher wurde das Superintendentenamt in Düsseldorf als Amt neben der Arbeit in der Gemeinde oder einer Funktionspfarrstelle ausführt. Das bedeutete, dass die jeweilige Amtsinhaberin oder der Amtsinhaber die leitende Tätigkeit neben seiner eigentlichen Stelle ausführte. So musste jedesmal für eine Entlastungsstelle gesorgt werden, damit die ursprüngliche kirchliche Aufgabe weiterhin umgesetzt werden konnte. Das ist nun mit dem Hauptamt nicht mehr nötig, weil der jetzt gewählte das Amt als alleinige Aufgabe übernimmt.