Hundertausende Besucher erwartet Euro 2024 soll Düsseldorf als Wirtschaftsstandort stärken

Düsseldorf · Hunderttausende Besucher werden im Sommer zur Fußball-Europameisterschaft in die Innenstadt kommen. Davon profitiert auch die lokale Wirtschaft.

Theresa Winkels (l.) ist Leiterin der Wirtschaftsförderung, Marion Hörsken Geschäftsführerin Branchenbetreuung bei der IHK Düsseldorf.

Theresa Winkels (l.) ist Leiterin der Wirtschaftsförderung, Marion Hörsken Geschäftsführerin Branchenbetreuung bei der IHK Düsseldorf.

Foto: IHK Düsseldorf/Felix Gemein

(mbo) Die Stadt erhofft sich von der im Sommer auch in Düsseldorf stattfindenden Fußball-Europameisterschaft einen großen wirtschaftlichen Effekt. Um die Unternehmen auf das Sportgroßereignis vorzubereiten, haben sich die Industrie- und Handelskammer (IHK), die Wirtschaftsförderung und das Citymanagement zusammengeschlossen. Sie organisierten am Donnerstagabend eine Informationsveranstaltung. Zwei weitere Treffen dieser Reihe sollen folgen.

„Wir wollen die Stadt nach der Corona-Pandemie wiederbeleben“, sagte Theresa Winkels, Leiterin des Amts für Wirtschaftsförderung, im Gespräch mit unserer Redaktion. Auch Marion Hörsken, Geschäftsführerin Branchenbetreuung der IHK, betonte: „Nach der langen Durststrecke, unter anderem durch die Pandemie, soll die Euro ein Fest werden, bei dem wir gemeinsam Spaß haben.“

Insgesamt werden zu den Spielen rund 250 000 Gäste erwartet

Fünf Spiele des Turniers werden in Düsseldorf ausgetragen. Die Stadt rechnet mit insgesamt rund 250.000 Gästen im Stadion. Weitere Hunderttausende Besucher werden in der Innenstadt erwartet. Diese dürften vor allem dem Gastgewerbe und dem Einzelhandel Geld in die Kassen bringen. Zudem werden sich Fans auch länger in Düsseldorf aufhalten und in den Hotels übernachten. Bereits zu einem früheren Zeitpunkt hatte Stadtdirektor Burkhard Hintzsche für die hiesige Wirtschaft hochgerechnet, dass schon nur Ausgaben von 100 Euro pro Fan Einnahmen von mehr als 20 Millionen Euro in der Stadt ausmachen werden.

Im Vergleich zu anderen Sportgroßereignissen, wie beispielsweise der Tour de France 2017, habe Düsseldorf nun die Chance, sich über eine viel längere Zeitspanne als attraktiver Standort zu präsentieren, sagte Winkels. So könne sich die Stadt beispielsweise auch für internationale Fachkräfte interessant machen. Davon, dass die Landeshauptstadt auch über das Turnier hinaus von diesem profitieren wird, ist Citymanager Frank Hermsen überzeugt. „Ein wichtiger Erfolgsfaktor ist, dass die Stadtgesellschaft mitgenommen wird und die Veranstaltung mitträgt“, sagte er. Die Euro 2024 beginnt am 14. Juni und endet am 14. Juli mit dem Finale in Berlin.

Projektleiter Thomas Neuhäuser betonte am Donnerstag, das Düsseldorfer Motto „Everybody’s Heimspiel“ stehe nicht nur für die Willkommenskultur den internationalen Gästen gegenüber. Es lade auch die lokale Wirtschaft ein, Teil der Euro 2024 zu werden. Um die Unternehmen weiter zu informieren, sind noch folgende Veranstaltungen geplant: Ein Treffen am 20. März steht unter dem Motto „Gemeinsam für ein sauberes und sicheres Event“. Am 23. März lautet das Thema „Die Uefa Euro in einer Stadt voller Fans“.

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