Erneut chinesische Krabbe in Düsseldorf entdeckt

Tier macht Sachen : Erneut Wollhandkrabbe in Pempelfort entdeckt

Erst vor kurzem wurde ein chinesischer Krebs ganz in der Nähe gefunden.

„Langsam glaube ich, dass die von irgendeinem Restaurant sind“, sagt Carsten Schütz vom Tierrettungsdienst. Vor nicht einmal zwei Wochen hatten Anwohner in Pempelfort „Krusty“ entdeckt, eine chinesische Wollhandkrabbe. Am Donnerstagnachmittag wurde im Berty-Albrecht-Park – nur zwei Straßen weiter – wieder eines der Tiere gefunden. Die Wollhandkrabben gelten in manchen Kreisen als Delikatesse. In der Nähe des Parks sind viele Restaurants und Hotels. „Normalerweise sind die jetzt auch schon im Winterschlaf“, erklärt Schütz, „die buddeln sich dann im Schlamm ein.“ Die Krabbe ist noch größer als Krusty. Mehr als 30 cm Spannweite hat sie. Einen Namen hat sie noch nicht. „Die ist auch viel agiler als die erste, aber nicht aggressiv“, sagt Schütz.

 Jetzt kommt die neue Krabbe zu ihrem Artgenossen in das Gehege der Tiernotrettung. Sie leben zwar auch im Rhein, dürfen aber nicht freigelassen werden, weil sie sich zu stark verbreiten. Die Krabben stehen auf der Liste der invasiven Tierarten. Durch ihre Ausbreitung beeinträchtigen sie Lebensräume, Arten oder Ökosysteme und schaden daher der biologischen Vielfalt. Außerhalb von Gewässern halten sie sich aber eigentlich nicht auf, es sei denn sie sind aus einem Restaurant geflohen.