Emmastraße 2.0: „Wasser marsch“ im Düsseldorfer Volksgarten

Wassserspielplatz : Emmastraße 2.0: „Wasser marsch“ im Volksgarten

Die Stadt investiert rund 600 000 Euro in die Sanierung des alten Wasserspielplatzes. Am Freitag war Einweihung.

„Drei, Zwei, Eins – Wasser Marsch!“ Punkt zwölf Uhr drücken Alexandra (9), Wiktoria (11) und Charlotte (8) gemeinsam mit Doris Törkel am Freitagmittag auf „den Knopf der Knöpfe“, wie die Gartenamtsleiterin lachend betont. Damit geben die Vier den Startschuss für den neuen Wasserspielplatz Emmastraße im Volksgarten.

Der wurde bereits sehnsüchtig erwartet. Auf dem in vier Monaten komplett neu gestalteten Gelände ist nämlich schon mächtig was los. Jannik, Niklas und seine Freunde stehen unter einer Fontäne und spritzen sich lachend nass, während Janina angefeuert von ihren Freundinnen fleißig Wasser in die Matschanlage pumpt.

Ein paar Meter weiter sprüht feiner Wassernebel aus den Nasenlöchern von Drachendame Emma, die sich rot leuchtend durch den Sand windet und fast so doll belagert ist wie das halbe Piratenschiff mit seinen vielen Kletter- oder Versteckmöglichkeiten.

Bauleiter Alexander Richter vom Gartenamt hat mit seinem Team in den letzten Wochen ordentlich Dampf gemacht. „Schließlich wollten wir unbedingt zum Ferienstart fertig sein“, freut sich seine Chefin Doris Törkel über die „fristgerechte Fertigstellung“.

Zum Wasserspielplatz gehört auch eine barrierefreie Toilettenanlage mit Wickelräumen sowohl auf der Damen- wie der Herrentoilette. Auf den bunt bemalten Außenwenden tummelt sich der kleine Drache Kokosnuss unter Palmen.

„Wir haben den Spielplatz in vier Bereiche aufteilt, in denen die Kinder Wasser ganz unterschiedlich erleben“, erklärt Alexander Richter das Konzept „Emmastraße 2.0“. Es gibt Fontänen, Quell- und Prallsteine, eine Pumpe sowie einen Bereich, in dem die Kids Wasser stauen oder fließen lassen können.

Stege führen vom Drachenlager zum Piratenschiff. Der ganze Spielplatz ist wie ein Kreis mit runden Formen angelegt. Die alten Kunststoffbeläge wurden durch langlebigeren blauen Betonstein ersetzt.

Rund 600 000 Euro investiert die Stadt in die Sanierung des Spielplatzes im Volksgarten, die in zwei Phasen abläuft. „Wir wollten den Kindern unbedingt in den Ferien eine Möglichkeit bieten, im Wasser zu spielen“, erklärt Doris Törkel. Daher sei in den letzten Monaten nur auf dem Gelände gearbeitet worden, das dafür vorgesehen ist. Der zweite Teil mit Schaukel, Rutsche und Co. soll nun bis zu den Herbstferien fertig sein.

„Wenn es um Wasserspielplätze geht, ist Düsseldorf ganz weit vorn“, stellt die Gartenamtsleiterin stolz fest. Bevor es Freibäder gab, wollte man den Kindern in den 1950er Jahren eine Möglichkeit geben, die zum Sommer passt. Die Idee der Wasserspielplätze war geboren.

Der im Volksgarten wurde 1987 im Rahmen der Bundesgartenschau errichtet und war einfach in die Jahre gekommen. Von April bis Oktober steht die Anlage jeweils zwischen 9 und 19 Uhr zur Verfügung. Das Wasser wird per Knopfdruck gesteuert und läuft jeweils für ein Intervall von 15 Minuten. Dabei reguliert sich die Wassertemperatur bei einigen Spielgeräten nach der Außentemperatur.

Rund um den Spielplatz gibt es Sitz- und Liegeflächen fürs Picknick oder einfach zum Chillen, mit Schatten spendenden Bäumen.

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