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Düsseldorf: Ein kleiner Pieks kann Leben retten

Düsseldorf : Ein kleiner Pieks kann Leben retten

Auch prominente Düsseldorfer ließen sich gegen Grippe impfen.

Düsseldorf. Grippe-Impfung und Wetter hängen eng miteinander zusammen. „An einem schönen, sonnigen Tag, denkt kaum jemand an die Grippe, also kommen da nur wenige zur Impfung. Nur, wenn es regnet, sind es noch weniger“, sagt Philipp Fischer von der AOK-Regionaldirektion Düsseldorf. Seine Kasse bat am Donnerstagmittag mit der Westdeutschen Zeitung zur traditionellen Grippe-Impfung auf den Carlsplatz. Obwohl das Wetter nicht günstig war, ließen sich doch viele Düsseldorfer in den Oberarm pieksen, um vor der echten Influenza geschützt zu sein.

Zum Beispiel Jakob Artz. „Ich habe in der WZ von dem Termin gelesen und bin spontan hergekommen“, sagt der 74-Jährige. Bei seinem Hausarzt müsse er relativ lange auf einen Impf-Termin warten. „Ich gehe bald mit meiner Frau auf eine Kreuzfahrt, da wollte ich auf jeden Fall vorher geimpft sein“, sagt Artz.

Dr. Marion Vöcklinghaus-Hahn, die Impf-Ärztin der Aktion, fasst noch einmal zusammen, wer sich auf jeden Fall impfenlassen sollte: „Alle ab 60 sowie Menschen mit chronischen Erkrankungen wie Diabetes oder COPD, Schwangere ab dem vierten Monat.“ Zu einer Verschiebung rät die Medizinerin nur, wenn man gerade einen Infekt ausbrütet und mehr als 38,5 Grad Fieber hat. Gravierende Nebenwirkungen treten seltenst auf, der Oberarm schmerzt bei vielen ein paar Stunden, das ist es.

Hans-Rainer Molwert hat seine Krankenkassenkarte und den Ausweis vergessen — trotzdem werden ihm die eigentlich fälligen 20 Euro erlassen, weil er seine Personalien angibt: „Wir brauchen schon einen Nachweis, um nicht auf den Kosten sitzen zu bleiben“, sagt Philipp Fischer.

Angela Erwin, stellvertretende Parteivorsitzende der CDU, unterstützt die Aktion: „In den nassen und kalten Monaten kommt es immer zu einer Grippe welle. Eine Influenza kann sehr lebensbedrohlich werden. Gerade ältere Menschen unterschätzen dies manchmal. Deshalb ist es wichtig, auf dieses Thema aufmerksam zu machen.“

Ute Heierz Krings, Chefin des Venetienclubs, ließ sich zum ersten Mal in ihrem Leben impfen. „Gerade im Karneval kommen sich die Menschen näher, deshalb ist es wichtig, geschützt zu sein.“