Ein Düsseldorfer mehr im Landtag

Ein Düsseldorfer mehr im Landtag

Was sich für Rückkehrer Stefan Engstfeld jetzt ändert

Sie waren nach der Landtagswahl erster Nachrücker der Grünen. Nun treten Sie die Nachfolge von Barbara Steffens an. Wie lange hätten Sie noch gewartet?

Stefan Engstfeld: Nachdem ich nicht mehr im Landtag saß, haben mir alle geraten, drei, vier Monate, besser ein halbes Jahr Pause einzulegen. Ich hatte mir vorgenommen, ab 1. Januar eine neue Aufgabe zu suchen. Als ich gerade loslegen wollte, kamen die ersten Spekulationen auf, dass Barbara Steffens ihr Mandat niederlegt. Also habe ich um einen Monat verlängert. Ich habe jetzt noch volle vier Jahre vor mir, da kann man noch sehr vernünftig arbeiten.

Im Landtag hat sich seit Mai vieles verändert. Wie schwierig wird Ihre Rückkehr?

Engstfeld: Nicht schwierig, weil ich nie richtig weg war. Ich bin netterweise noch zu vielen Terminen eingeladen worden und hatte noch engen Kontakt zu unserer Fraktion. Ich saß bei der Ministerpräsidenten—Wahl und bei der Haushaltsdebatte auf der Tribüne. Was ich nicht kenne, ist eine AfD-Fraktion im Landtag. Da merkt man schon, dass sich was verändert hat.

Ihre früheren Ressorts sind inzwischen verteilt. Was werden Ihre Aufgaben sein?

Engstfeld: Das ist wie der Termin meiner Rückkehr noch offen, das müssen wir in der Fraktion besprechen. Dazu kann ich jetzt noch nichts sagen.

Wie geht es mit Ihrem Herzensprojekt, dem Zusammenschluss der Düsseldorfer Abgeordneten, weiter?

Engstfeld: Ich werde wieder versuchen, mit voller Energie das Land und Düsseldorf zu verbinden. Die gute Nachricht ist: Die Düsseldorf-Fraktion wird noch einmal verstärkt, wir sind dann bald Acht.