Ein Blick ins neue Kulturzentrum am Düsseldorfer Hauptbahnhof

Ein Blick ins neue Kulturzentrum am Düsseldorfer Hauptbahnhof

Der Startschuss für die Bauarbeiten am Konrad-Adenauer-Platz 1 ist gefallen. In zweieinhalb Jahren sollen etwa Zentralbibliothek und das Forum Freies Theater einziehen. Wir stellen das neue kulturelle Zentrum Etage um Etage vor.

Düsseldorf. Die Bauarbeiten im ehemaligen Postgebäude am Konrad-Adenauer-Platz 1 laufen. Der aufgrund seiner Adresse Kap1 genannte Komplex, soll in zweieinhalb Jahren die neue Heimat der Zentralbibliothek werden. Auch FFT und Theatermuseum ziehen ein. Insgesamt wird die Stadt 25 000 Quadratmeter Fläche mieten, aber auch die Post und die Deutsche Rentenversicherung bleiben im Haus. Gestern luden Stadt und Eigentümer — das Versorgungswerk der Zahnärztekammer Nordrhein — zu einer Baustellenführung ein, erste Entkernungsarbeiten laufen. Für uns die Gelegenheit, das Haus Etage für Etage vorzustellen.

Erdgeschoss Ein neuer Mieter heißt Lidl, er wird eine Filiale im Erdgeschoss eröffnen. Auch DHL nutzt weiter Flächen für Logistik und Transport. Und hier wird natürlich über den neuen Glasturm der Eingang zu Bibliothek und Theater liegen. Drei laut Stadt „schnell fahrende“ Aufzüge bringen die Besucher nach oben. Die Rückgabe für ausgeliehene Medien erfolgt ebenfalls hier.

1. Obergeschoss Beeindruckend beim Besuch in den Räumen: die Höhe von bis zu sieben Metern. Für das FFT heißt das: es wird sogar eine ansteigende Tribüne geben, die mit einer besseren Sicht für die bis zu 235 Zuschauer verbunden sein wird. Auch das Foyer des Theaters soll für Veranstaltungen genutzt werden, aus den großen Fenstern wird dann der Blick auf das Kino und den Bahnhofsvorplatz fallen. Insgesamt 2200 Quadratmeter nimmt das FFT in Beschlag. „Von sehr spannenden Aussichten“, spricht Geschäftsführerin Kathrin Tiedemann. Die Stadt will im Mai 2019 mit dem Innenausbau nach Übergabe des Rohbaus beginnen. Dafür und für die Tischlerarbeiten und Möblierung der Bibliothek nimmt die Stadt 16 Millionen Euro in die Hand.

Außerdem liegen hier noch Büros der DHL und der Deutschen Rentenversicherung (zudem 3. Stock). Kleine Depot- und Büroflächen belegen Stadtmuseum (zudem 3. OG), Heine-Institut und Theatermuseum.

(Eine Animation zeigt, wie das zweite Obergeschoss aussehen soll. Simulation: Schrammel Architekten Stadtplaner PartGmbB))

2. Obergeschoss Das Herzstück das Gebäudes ist die Zentralbibliothek, die sich auf den Stockwerken zwei und drei ausbreiten wird. Für eine große Treppe muss ein Durchbruch in der Betondecke her. Auch Wände müssen raus, um die Bücherei auf einer offenen Fläche einrichten zu können. Insgesamt wird sie 12 600 Quadratmeter beanspruchen, 7750 sollen für Besucher zugänglich sein.

Spannend wird die Umsetzung des neuen Konzepts, weniger Ausleihstation zu sein, sondern Treffpunkt. So wird es ein Café geben, einen Lesesaal, Pädagogikräume (für Nachhilfe etwa), Plätze mit Internetzugang und einen Vortragssaal, den das Theatermuseum mit nutzen wird. Neu wird sein, dass die Regalhöhe eine Höhe von 1,50 Meter nicht mehr übersteigt. Auch so soll der Begegnungscharakter der Institution unterstrichen werden. Zudem sind eigene Bereiche für Kinder und Jugendliche geplant.

3. Obergeschoss Auch auf der dritten Etage breitet die Bibliothek ihr Angebot aus, hier soll allerdings der ruhigere Bereich liegen und auch zum begrünten Innenhof geht es hinaus. Nachbar ist auf dieser Etage das Theatermuseum mit seinem Ausstellungsraum.

(So sieht es aktuell im vierten Stock aus. (Foto: ale))

4. Obergeschoss Für Besucher weniger spannend: in diese Etage zieht das Schulamt.

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