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Düsseldorf: Ehrenamtsmesse: 87 Vereine stellten sich und ihre Arbeit vor

Düsseldorf : Ehrenamtsmesse: 87 Vereine stellten sich und ihre Arbeit vor

Ob als Hundesitter oder Unterstützer einer historischen Theatergruppe: Auf dem Schadowplatz zeigte sich die Vielfalt des Ehrenamts.

Düsseldorf. Die Gesamtheit des ehrenamtlichen Engagements in Düsseldorf setzt sich wie ein Puzzle aus vielen verschiedenen Teilen zusammen. Es gibt eine Vielzahl an Vereinen, Organisationen und Initiativen, deren Mitglieder sich in den unterschiedlichsten Bereichen engagieren und einbringen, dort mithelfen, wo Hilfe benötigt wird.

„Für denjenigen, der sich gerne ehrenamtlich einbringen möchte, aber noch keine konkrete Vorstellung hat, ist es schwer, einen Überblick zu bekommen“, sagt Judith Gocht, Mitarbeiterin der Stadt. Sie hat deswegen die Idee der Ehrenamtsmesse ins Leben gerufen — und diese am Samstag zum ersten Mal auf dem Schadowplatz realisiert.

87 Vereine waren der Einladung gefolgt und hatten sich auf dem Schadowplatz niedergelassen. Ein Zulauf, mit dem Gocht so nicht gerechnet hatte. Teilweise mussten sich zwei Organisationen eins der weißen Zelte teilen. Sonst hätte man nicht alle unterbringen können.

Es waren die unterschiedlichsten Vereine, die am Samstag ihren Weg in die City gefunden hatten. Von großen Organisationen wie Greenpeace über die Freizeitstätte Garath und die Heinrich-Heine-Universität, bis hin zu kleinen Vereinen wie dem erst seit anderthalb Jahren bestehenden Hundesitterverein Silberne Engel. Jana Ebers und Dagmar Mertin stellten die Arbeit des Vereines vor und hofften, so neue Mitglieder für ihre Arbeit zu interessieren und letztendlich gewinnen zu können. Gegen Mittag hatten sie bereits 10 Mitglieder mehr. „Das Prinzip funktioniert wunderbar, das Interesse ist groß“, freute sich Mertin.

Der Verein ist für Hundebesitzer in Notlagen gedacht, zum Beispiel bei einem unerwarteten Krankenhausaufenthalt „Ehrenamtliche aus unserem Verein kümmern sich für eine Zeit um den Hund und geben ihm eine Zeit lang ein neues Zuhause“, erklärt Ebers das Prinzip. Das erspart dem Hund einen Aufenthalt in einer Tierpension und schont so den Geldbeutel des Besitzers. Denn der zahlt lediglich drei Euro pro Tag. Von diesem Geld kann der Pfleger dann beispielsweise Futter kaufen.

Bei der Messe dabei war auch der Benrather Verein „Jardin des Epoques“, vertreten unter anderem durch Peter Sendtko. In barocker Garderobe mischte er sich unters Volk auf dem Schadowplatz und zog viele Blicke auf sich. Er warb unter anderem für das Engagement in den historischen Fecht-, Tanz- und Theatergruppen des Vereins.