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Düsseldorf: Edle Tropfen per Mausklick - Messe „ProWein“ startet

Düsseldorf : Edle Tropfen per Mausklick - Messe „ProWein“ startet

Rund sechs Milliarden Euro haben die Deutschen im vergangenen Jahr für Wein ausgegeben. Passend dazu startet am Sonntag in Düsseldorf die Messe "ProWein".

Düsseldorf (dpa) Im Internet boomt derzeit noch vor allem das Geschäft mit teuren Weinen, doch auch Discounter setzen auf den edlen Tropfen per Mausklick. Bereits mehr als jeder zweite Weinkäufer (57 Prozent) hat sich nach den Ergebnissen einer repräsentativen Befragung der Hochschule Heilbronn schon im Internet bedient, berichteten die Veranstalter zum Start der Messe „ProWein“ in Düsseldorf. Bei der nur für Fachbesucher geöffneten Messe präsentieren von Sonntag an 6000 Aussteller aus 50 Nationen Trends aus der Weinwelt. Bis zum Dienstag werden rund 50 000 Besucher erwartet.

„Es steht außer Frage, dass sich der Onlinehandel weiter vergrößern wird“, sagte der Lehrbeauftragte für Weinhandelsmarketing an der Hochschule Heilbronn, Michael Pleitgen. Vor allem im oberen Preisbereich seien bereits ganze Sortimentsteile ins Internet abgewandert, stellt Pleitgen fest. Mit einem Durchschnittspreis von 6,86 Euro je Liter liege der Preis der im Internet gehandelten Weine damit mehr als doppelt so hoch wie im Lebensmitteleinzelhandel. Viele stationäre Weinhändler hätten sich bereits aus dem Handel mit „Grands Crus, große Châteaux“ und von Weinen mit prestigeträchtigen Namen verabschiedet, so der Experte. Derzeit drängten aber auch Discounter und andere Anbieter von Lebensmitteln ins Geschäft mit dem Wein im Internet. Immer mehr Winzer, Weingüter und Genossenschaften betrieben zudem einen eigenen Online-Shop.

Im vergangenen Jahr war der Gesamtumsatz mit Wein in Deutschland nach Angaben des Deutschen Weininstituts um rund ein Prozent auf sechs Milliarden Euro zurückgegangen. 2015 wurden rund 14 Millionen Hektoliter Wein verkauft. Die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) hatte den Anteil der Online-Umsätze in einer Untersuchung für das Jahr 2014 auf rund fünf Prozent beziffert. Neuere Daten liegen nicht vor.