„Düssseldorf isst lecker“ im Tierheim

„Düssseldorf isst lecker“ im Tierheim

Vegane Gerichte standen im Mittelpunkt der Veranstaltung.

Düsseldorf. Geschmortes Gulasch ist ein Klassiker und sehr beliebt. Dass die fleischlose Variante aus Soja-Würfeln ebenso deftig und toll schmecken kann, konnten die Besucher beim Frühlingsfest des Tierschutzvereins erfahren. Unter dem Motto „Düsseldorf isst lecker“ hatten die Tierschützer zum zweiten Mal ins Tierheim eingeladen. Ob veganer Döner, Currywurst, Reibekuchen oder ein Stück vom Kuchenbuffet — wie man ganz ohne tierische Zutaten lecker kocht, konnten die zahlreichen Besucher an den kulinarischen Ständen schmecken. „Ich kann nicht glauben, dass dieses Gulasch aus Soja statt aus Fleisch gemacht ist“, sagt Wilma Knöttgen (61) ganz begeistert. Gemeinsam mit ihrer Freundin testete die Düsseldorferin das vegane Angebot.

Werner Krüger ist gelernter Koch und seit zehn Jahren Mitarbeiter im Tierheim. Er hat mit seinen Kollegen 2000 Portionen veganes Gulasch vorbereitet, auch Currywurst und Pommes sind im Angebot. „Das Thema nehmen wir sehr ernst“, berichtet Monika Piasetzky, Vorsitzende des Tierschutzvereins. „Alltagstaugliche Rezepte, die leicht zuzubereiten sind, dazu lecker, gesund und preiswert, das wollen wir anbieten“, sagt Piasetzky und verweist gleich auf das vegane Kochbuch der Düsseldorfer Tierschützer.

„Es geht ja nicht nur um das Leiden der Tiere in Massentierhaltung“, argumentiert Hajo Willms. Der 45-Jährige ist mit Frau und Tochter ins Rather Tierheim gekommen. „Es geht auch um die Zerstörung unserer Umwelt. Die viele Gülle zerstört Böden und Grundwasser und durch die intensive Medikamentengabe in der Tierhaltung essen wir Verbraucher mit dem Fleisch auch reichlich Antibiotikum.“

Für Sojagyros mit Krautsalat, Reibekuchen ohne Eier und auch feinste Tortenstücke standen die Besucher am Samstagnachmittag geduldig in der Schlange, insgesamt 1500 Interessierte waren zwischen 12 und 16 Uhr gekommen. Besucherin Wilma Knöttgen war so begeistert vom veganen Gulasch, dass sie sogar zwei Portionen mit nach Hause nahm.

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