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Düsseldorfs erstes städtisches Kolumbarium auf dem Friedhof Itter

Friedhof : Düsseldorfs erstes städtisches Kolumbarium auf dem Friedhof Itter

Die „Alte Kapelle“ ist für 200 000 Euro umgebaut worden. Nun ist dort Platz für 184 Urnen-Nischen.

Ein heller, lichtinszenierter Raum eröffnet sich beim Betreten der umgestalteten „Alten Kapelle“ auf dem Friedhof Itter. Er ist das Zentrum des neuen und ersten städtischen Kolumbariums in Düsseldorf und bietet Angehörigen einen Ort der stillen Einkehr, an dem sie ihren Verstorbenen nahe sein können. Es wurde am Donnerstag offiziell eröffnet.

Umweltdezernentin Helga Stulgies erklärt: „Jahrzehntelang – von 1953 bis 1980 – diente die ‚Alte Kapelle‘ auf dem Friedhof Itter als Trauerraum. Um der sich verändernden Bestattungskultur gerecht zu werden, wurde die Kapelle nun zu einem Kolumbarium umgestaltet.“ Der Trend gehe weg von der Erd- und hin zur Feuerbestattung und die bereits große Nachfrage nach pflegefreien Bestattungsformen wachse stetig. Die moderne Architektur und die neue Funktion entspreche diesem Wunsch der Angehörigen.

Gemeinsam mit dem Amt für Gebäudemanagement hat das Gartenamt die Kapelle in der Nähe des Haupteinganges als Begräbnisort saniert und umgebaut. Der Innenausbau wurde für rund 200 000 Euro realisiert. Der Entwurf dafür stammt vom Düsseldorfer Büro „Meyer Architekten“.

Das Kolumbarium bietet insgesamt 184 Urnen-Nischen. Der rund 70 Quadratmeter große Innenraum besteht aus sechs Bereichen, die durch Urnenkammerwände gebildet werden. Jede dieser Wände ist vier Urnenkammern hoch. In eine Kammer können bis zu zwei Urnen gestellt werden. Der Korpus der Urnenkammern besteht aus dem Verbundstoff „Corian“ und ist mit einer mattierten Grab- oder Glasplatte abgedeckt. In der Mitte des Raumes dienen zwei Bänke als Ruheplätze für Trauernde. Durch den gezielten Einsatz von Licht wird die Kapelle zum geschützten und schützenden Raum für Angehörige.

Das Kolumbarium auf dem Friedhof Itter ist täglich von 8 bis 20 Uhr (Oktober bis März: 8 bis 17 Uhr) geöffnet und barrierefrei erreichbar. Red