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Düsseldorfer Wehrhahn-Linie: Die Rolltreppen stehen immer wieder still

Verkehr : Wehrhahn-Linie: Die Rolltreppen stehen immer wieder still

Seit genau drei Jahren ist die unterirdische Stadtbahn-Strecke in Betrieb. Doch der Zugang ist oft katastrophal.

Fast auf den Tag genau vor drei Jahren, am 20. Februar 2016, wurde die 3,4 Kilometer lange U-Bahn-Strecke der Wehrhahn-Linie für den Verkehr frei gegeben. Die Stadtbahnen fahren seitdem fast problemlos durch die Röhre. Doch es ist immer wieder ein Problem für ältere oder gehbehinderte Menschen oder Eltern mit Kinderwagen, die Bahnsteige der sechs Bahnhöfe überhaupt zu erreichen. Das betrifft aktuell beinahe täglich den Zugang zur Wehrhahnlinie an der Heinrich-Heine-Allee und am Kirchplatz und oft auch an der Benrather Allee und an der Schadowstraße. Der Grund: Die Rolltreppen, die pro Stück rund 300 000 Euro kosten, stehen still.

Bei der Rheinbahn häufen sich aktuell wieder mal die Beschwerden. Das bestätigt der Sprecher des Unternehmens, Georg Schumacher. „Die Crux ist aber, dass wir darauf angewiesen sind, was die Stadt für die Wehrhahnlinie eingekauft hat.“ Nach drei Jahren „Rumdoktern an den Kinderkrankheiten“ der Fahrtreppen habe die Rheinbahn diese deshalb auch noch nicht abgenommen.

Anfällig für die Dauerausfälle seien allerdings nur die 34 Rolltreppen des Produzenten Otis, bei den 25 Anlagen von Thyssenkrupp laufe alles stabil, so die Erkenntnis des Verkehrsunternehmens.

Wegen eines erneuten technischen Defektes hatte die Rheinbahn Ende Januar auch einige Rolltreppen des Herstellers Otis außer Betrieb nehmen müssen. So habe man hier zu starke Bremswerte gehabt, die Rolltreppen stoppten abrupt. Hier mussten die Bremsbeläge ausgetauscht werden.

Haben heißgelaufene Treppen Brandalarm ausgelöst?

Nur wenig später, am 8. Februar , musste  — wie berichtet — der U-Bahnhof an der Heinrich-Heine-Allee nachmittags geräumt werden, da zwei Brandmelder Alarm ausgelöst hatten. Wegen des Brandgeruchs wurde bei dem Einsatz der gesamte U-Bahnhof gesperrt. Die Feuerwehr konnte bei dem Einsatz allerdings nicht klären, woher der Brandgeruch kam.

Inzwischen sieht man bei der Rheinbahn klarer: „Höchstwahrscheinlich haben den Geruch die heißgelaufenen Rolltreppen verursacht“, sagt Schumacher. Es sei superärgerlich für das Unternehmen und die vielen Fahrgäste, dass „die Dinger nicht laufen.“

Deshalb hat der aktuell alleinige Vorstand der Rheinbahn, Klaus Klar, das Thema zur Chefsache erklärt. Persönlich hat er in den vergangenen Tagen die Rolltreppen kontrolliert und einen Kreis im Unternehmen einberufen. So langsam ist bei Klar die Geduld am Ende. Im schlimmsten Fall müssten die permantent defekten Anlagen eben ausgetauscht werden. Dies muss Klar allerdings mit der Stadt besprechen.