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Düsseldorfer soll seiner Mutter den Hals aufgeschlitzt haben

Anklage erhoben : Düsseldorfer soll seiner Mutter den Hals aufgeschlitzt haben

Ein Düsseldorfer soll seiner Mutter den Hals aufgeschlitzt und sie dann im Keller versteckt haben. Die Staatsanwaltschaft hat nun Anklage erhoben.

Im Fall einer wochenlang vermissten und dann tot im Keller ihres Hauses entdeckten Düsseldorferin hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen ihren Sohn erhoben. Er soll seine Mutter mit einem tiefen Schnitt in den Hals umgebracht haben. Der 40-Jährige habe sich zum Vorwurf des Totschlags bislang nicht geäußert, sagte Laura Hollmann, Sprecherin der Düsseldorfer Staatsanwaltschaft, am Freitag.

Vor der Tat soll es einen Streit zwischen Mutter und Sohn gegeben haben. Ob dieser das Motiv für die Tat ist, sei aber unklar. Die Polizei hatte Blutspuren in der Wohnung der 58-Jährigen und an der Kleidung ihres Sohnes entdeckt, der dort gemeinsam mit seiner Mutter lebte.

Eine großangelegte Suchaktion nach der Frau auch mit Spürhunden blieb erfolglos. Erst als eine Hausnachbarin Verwesungsgeruch im Keller wahrnahm, wurde ihre Leiche entdeckt. Die Polizei hatte danach „handwerkliche Fehler“ eingeräumt. Der Keller sei nicht gründlich genug durchsucht worden. Ein Mantrailer-Spürhund soll die Beamten sofort nach draußen geführt haben.

Die Leiche der Frau wies laut Obduktionsbericht einen 18 Zentimeter langen Schnitt quer über den Hals auf. Die Verteidigerin des deutschen Verdächtigen war am Freitag für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen. Nun muss das Landgericht in Düsseldorf über die Zulassung der Anklage zum Strafprozess entscheiden.

(dpa)