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Düsseldorfer Henkel-Preis feiert großes Comeback​

Hüte, Pferde, Wetten : Henkel-Preis feiert großes Comeback mit Rekord-Besucherzahlen

Mehr als 20.000 Besucher kamen bei Traumwetter an die Rennbahn – ein neuer Rekord. Das Programm begeisterte Jung und Alt.

Bepackt mit Picknickdecken, behütet mit Kopfbedeckungen aller Art, feingemacht oder luftig-lässig strömten tausende Besucher schon lange vor dem offiziellen Start auf die Galopprennbahn zum Renntag um den Henkel-Preis der Diana – dem absoluten Saison-Highlight mit höchsten Preisgeldern und dicksten Wettchancen.

Wer konnte, holte sich bei Profis die besten Wett-Tipps – so Mona Neubaur, stellvertretende NRW Ministerpräsidentin und Wirtschaftsministerin. „Ich bin aufgeregt, es ist das erste Mal, dass ich bei einem Pferderennen dabei bin“, sagte die 45-Jährige, die statt Hut die Sonnenbrille ins Haar gesteckt hatte.

Ihr Ministerkollege, Innenminister Herbert Reul (mit farblich abgestimmter Krawatte passend zum blau-weiß-gestreiften Kleid seiner Frau Gundula) verlor gleich beim ersten Rennen seinen Wetteinsatz. Doch er nahm die Niederlage gelassen mit rheinischem Humor und genoss stattdessen die Aussicht von der Terrasse des Teehauses auf die Galopprennbahn.

Dorthin hatte zum 17. Mal das Düsseldorfer Familienunternehmen Henkel eingeladen. Die Gastgeber, Aufsichtsratsvorsitzende Simone Bagel-Trah, Vorstandsvorsitzender Carsten Knobel und Rennvereinspräsident Peter Michael Endres, konnten nach zwei Pandemie-Jahren wieder 400 Ehrengäste live begrüßen.

Darunter: Oberbürgermeister Stephan Keller und Stadtdirektor Burkhard Hintzsche, Fortuna-Vorstand Alexander Jobst und Klaus Allofs (Pferdebesitzer), Andreas Preuss, Vorstand von Borussia Düsseldorf, Tonhallen-Intendant Michael Becker mit Frau Sara und den Töchtern Miya und Yuni. Ulrich Lehner hatte erstmals seine Enkelinnen Clara (8) und Luisa (3) dabei.

Der ehemalige Vorsitzende der Henkel-Geschäftsführung hatte damals mit Düsseldorfs Ehrenbürger Albrecht Woeste das bedeutendste Zuchtrennen für dreijährige Stuten auf den Grafenberg geholt („ganz Deutschland schaut neidisch nach Düsseldorf“).

Während die meisten Männer „ihre Hüte vergessen hatten“, trug Messe-Chef Wolfram Diener („eigentlich bin ich kein Hut-Typ“) eines der fünf Modelle, die er sich zuvor bei den Classic Days gekauft hatte. Als große Hut-Liebhaberin outete sich US-Generalkonsulin Pauline A. Kao: „Ich habe eine große Hut-Sammlung aus allen Ecken der Welt, aber extra für heute habe ich einen neuen aufgesetzt.“

Wie viele der Besucher sah sie sich die Pferde aus der Nähe im Führring an, bevor sie ihre Wetten platzierte. Dagegen setzte Marie-Agnes Strack-Zimmermann, Vorsitzende des Verteidigungsausschusses des Deutschen Bundestages und bekennende Nicht-Pferdekennerin, auf den „attraktivsten Jockey“. Wieder ging das Erfolgsrezept des Renntages auf: die perfekte Mischung aus erstklassigem Pferderennsport, abwechslungsreicher Unterhaltung und heiterer Stimmung.